KLEINLANGHEIM

Den Mantel des Schweigens lüften

Wie in vielen anderen Gemeinden des Landkreises Kitzingen erinnern seit Freitag auch in Kleinlangheim zwei sogenannte Stolpersteine an ehemalige jüdische Mitbürger, die 1943 von den Nazis deportiert und in Auschwitz, beziehungsweise Westerbork, ermordet worden waren.
Zur Erinnerung: Bürgermeister Roland Lewandowski, Pfarrer Gerhard Homuth, die stellvertretende Bürgermeisterin Gerlinde Stier, Gemeinderat Oskar Friedel, Dagmar Voßkühler, die Vorsitzende des Fördervereins Alte Synagoge und der Historiker Michael ... Foto: Foto: Ralf Weiskopf
Die beiden Messingtafeln vor einem Haus in der Wiesenbronner Straße erinnern an Arnold und Irma Levin sowie deren Eltern Hermann und Getta Sondhelm, geborene Silbermann. Es waren die Großeltern, beziehungsweise Eltern von Jack Levin, der 1939 rechtzeitig fliehen konnte. Er wurde mit vielen anderen Flüchtlingen im kleinen hugenottischen Städtchen Le Chambon in Frankreich durch die Hilfe der protestantischen Bevölkerung gerettet. Die Wurzeln der Großfamilie reichen in Kleinlangheim bis in das Jahr 1780 zurück. Es waren Händler, aber auch bitterarme Menschen darunter, berichtete der Historiker ...
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