Kitzingen

Die Eherieder Mühle als Oldtimer-Eldorado

Viele Besucher säumten das Areal der Eherieder Mühle beim 14. Mühlentreffen des AMC Kitzingen. Foto: Hartmut Hess

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AMC-Mühlentreff

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Der Rödelseer Willi Gruschke ist 79 Jahre als und geht seit langem wegen einer Erkrankung auf zwei Krücken. Trotzdem kann er es nicht lassen, sich auf eine seiner vier Oldtimer-Motorräder zu setzen und Oldtimer-Veranstaltungen zu besuchen. Am Donnerstag schwang er sich auf seine Adler mit Beiwagen und stellte damit eines der interessantesten Fahrzeuge des 14. Mühlentreffens des Automobilclubs (AMC) Kitzingen.

"Das ist ein seltenes Exemplar, davon wird es wohl überhaupt nur noch 50 Stück geben", vermutete sein AMC-Clubkollege Günther Aumüller. Die Adler-Maschine stammt aus dem Jahr 1953 und ist eines von vier betagten Motorrädern in Gruschkes Besitz. Dazu hat der Rentner, der schon mehrmals als Vereinsmeister der Oldtimerfreunde im AMC ausgezeichnet wurde, auch noch ein altes Moped und ein BMW-Auto.

Der Rödelseer Willi Gruschke (mit blauer Kappe) geht zwar auf zwei Krücken, kann nicht von einem Oldtimer-Hobby nicht lassen und kam mit seinem seltenen Adler-Motorrad mit Beiwagen. Foto: Hartmut Hess

Chromblitzende Stoßstangen, glänzende Lackierungen und raffinierte Details: Die Wiese der Familie Haßold war beim Mühlentreffen prall gefüllt mit Karossen mehrerer Epochen und aus vielen Ländern. Zählten vor allem BMW, Opel und Mercedes zu den Youngtimern, bildete ein Ford T das älteste Vehikel.

Eine automobile Rarität entdeckte AMC-Vizevorsitzender Rainer Gutzeit mit einem englischen Sunbeam aus dem Jahr 1938 und auch der Marktstefter Heinz Jakob fiel mit seinem Opel Diplomat auf: Er hat 5,4 Liter Hubraum. Aus der Reihe fiel auch der der Repperndorfer Friedrich Haag, der mit seinem alten Kramer-Bulldog vorfuhr. Eine Dame stellte fest, "dass diese Auto damals schon stabiler waren". Ihr Mechaniker habe jedes Mal seine Freude, wenn sie ihren 25 Jahre alten VW Polo in die Werkstatt bringe.

Etwas für Augen und Ohren hatte dagegen AMC-Mitglied Georg Mägerlein aus Mainbernheim dabei. Der 76-Jährige war mit einer rund 30 Jahre alten Drehorgel samt Schlagzeugbecken gekommen und jeder, der vorbeischlenderte, durfte sich ein Liedchen aussuchen.

Neben den AMC-Mitgliedern stellte auch die neue Untergruppierung W 123-Freunde Unterfranken aus und hatte Mercedes der 123er-Baureihe mitgebracht. "Uns haben heute einige Leute angesprochen, die neu ins Kitzinger Land gezogen sind", sagte Rainer Gutzeit. Das bestätigten AMC-Vorsitzender Walter Loschky und Walter Härtlein, die am Empfang viele neue Gesichter begrüßten.

Während die Oldtimer in der Sonne blitzten, suchten die Besucher den Schatten und labten sich an kühlen Getränken. Foto: Hartmut Hess

Im Hof der Haßolds suchten die Menschen bei der Hitze etwas Schatten. Im Hintergrund spielte die lebendige Jukebox, Joop van Zadelhoff, der gegen eine kleine Spende Wunschlieder auflegte. Der Erlös kommt der Kitzinger Frühförderstelle zugute.   

Eine Augenweide: Der italienische Bugatti. Foto: Hartmut Hess

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