Kitzingen

Die Glosse: Grüne Woche und blaues Wunder

Unser Wochenrückblick: Zwei Ausstellungen auf einen Streich. In Kitzingen grünt es so grün. In Münsterschwarzach grünt es noch mehr. Und Volkach übertrifft sich.
Das Wahlforum in der Mainschleifenhalle in Volkach: Fünf Kandidaten stehen zur Wahl. Die Stimmung am Mittwochabend fühlte sich an wie 'Volkach kann's'. 
Das Wahlforum in der Mainschleifenhalle in Volkach: Fünf Kandidaten stehen zur Wahl. Die Stimmung am Mittwochabend fühlte sich an wie "Volkach kann's".  Foto: Fabian Gebert

Im Kitzinger Rathaus läuft es gerade. Mit den besten Pressebildern der Welt sowie einem Überblick über den Bombenangriff im Februar vor 75 Jahren sind gleich zwei Ausstellungen am Start. Derart beflügelt wollten sich auch die Kitzinger Stadträte nicht lumpen lassen und winkten diese Woche den Haushalt in Rekordzeit durch. Es könnte also alles wunderbar sein... wenn es da nur nicht dieses eine Schwierigkeit gäbe: Kitzingen hat gerade ein Slogan-Problem.  

Die Stadt im oder am Fluss

Da haben wir zum einen "Kitzingen kann's". Dann geistert allerdings auch noch "Kitzingen emotional" immer wieder durch die Gegend. Und schließlich ist da ja noch die "Grüne Stadt am Fluss". Oder heißt es "Grüne Stadt im Fluss"? Das sorgt regelmäßig für Verwirrung und fragende Blicke. Richtig ist übrigens: "im Fluss".

Wobei nicht wenige Kitzinger fragen, wo es denn so grünt in der Stadt. Und warum man neuerdings nicht mehr am sondern im Fluss wohnt. Vielleicht ist mit der grünen Stadt ja die sommerliche Blumenpracht gemeint, wobei genau das sich künftig ändern könnte: Bei den angesprochenen Haushaltsberatungen Kitzingen ging es auch darum, ob die Stadtgärtnerei hier nicht einsparen könnte. Ähm, ja, finde den Fehler: Irgend etwas passt da nicht so ganz. 

Wobei es auch Stimmen gibt, die sind ganz fest der Meinung, dass das einzige Grüne in Kitzingen im Moment Andrea Schmidt ist, die für die Grünen neue Oberbürgermeisterin werden möchte. Aber es tut sich ja etwas: Kitzingen bekommt einen Klimaschutz-Manager. Ein spannendes Projekt, das sich nach Taten statt nach Worten anfühlt. 

Göttliche Bilanz

Was wirklich grün bedeutet, zeigt seit einigen Jahren die Abtei Münsterschwarzach. Jahr für Jahr verbessert sie, wie wir diese Woche wieder lesen durften, ihre Energiebilanz. Während andere viel reden, ist das seit 2000 laufende Ökoprojekt des grünen Klosters eine echte und geradezu göttliche Erfolgsgeschichte.

Um Umwelt und Natur ging es am Mittwoch auch beim Wahlforum mit den fünf Bürgermeisterkandidaten in Volkach. Bei allem Zank, der sonst so aus dem Volkacher Stadtrat an unsere Ohren dringt, machte die Veranstaltung Mut. Es gab fast schon ein blaues Wunder zu erleben: Das Publikums-Interesse war groß und die Kandidaten gingen pfleglich miteinander um. Wenn wir uns was wünschen dürften: So darf es auch nach dem 15. März gerne weiter gehen. Vielleicht luchst man ja sogar Kitzingen einen der vielen Slogan ab und es heißt künftig "Volkach kann's!"

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