IPHOFEN

Die Stadt passt den Berg an

Hausbau
ARCHIV - Baukräne stehen am 08.08.2012 in einer Neubausiedlung in Parkstetten (Bayern) hinter dem Rohbau von einem Einfamilienhaus. Foto: Armin Weigel (dpa)

Das Dilemma um die Geländegestaltung im künftigen Iphöfer Baugebiet Geiersberg II bleibt – und doch hat sich der Bauausschuss nun zu einer Entscheidung durchgerungen. Mit großer Mehrheit verständigten sich die Räte in der jüngsten Sitzung darauf, dass die Stadt selbst das zum Teil steile Gelände anpassen und dazu Erde abtragen lässt.

45 Bauplätze

An den Festsetzungen im Bebauungsplan wird nichts geändert, Aufschüttungen bleiben demnach ebenso unzulässig wie ein zweites Vollgeschoss für die in erster Reihe stehenden Häuser. Die Erschließung des Gebiets mit 45 Bauplätzen hat bereits begonnen und soll im Herbst abgeschlossen sein. Alle Grundstücke sind reserviert.

Nachteile befürchtet

Auf Wunsch eines Bauherrn hatte sich der Ausschuss erstmals Mitte Februar mit dem Fall befasst. Der betroffene Grundstückseigentümer hatte geltend gemacht, dass er wegen des steil abfallenden Geländes mit erheblichen Nachteilen beim Bau seines Hauses rechnen müsse. Um den Berg abzufangen, müsse er im hinteren Teil eine bis zu drei Meter hohe Stützwand errichten. Er bat die Stadt deshalb, die Festsetzungen zu überprüfen und auch Erdaufschüttungen zuzulassen. Landratsamt und Stadtplaner lehnten dies aus städtebaulichen Gründen ebenso ab wie eine zweigeschossige Bebauung, um einen „verträglichen Übergang“ in die Landschaft zu gewährleisten, wie es heißt.

Zwischen Nöten und Zwängen

Der Bauausschuss war nun hin- und hergerissen zwischen den Nöten des Bauherrn und den Zwängen der Landschaftsgestaltung. Eine Nachfrage hatte ergeben, dass andere Bauinteressenten durch das abfallende Gelände offenbar keine Probleme für sich sehen. Das beteiligte Ingenieurbüro Auktor hatte nach einem Ortstermin vor gut zwei Wochen drei Alternativen zu der bisherigen Planung vorgelegt, über die der Ausschuss nun diskutierte. „Wir sollten zumindest Aufschüttungen bis zu einem Meter zulassen“, sagte Stadtrat Hans Brummer. Rupert Maier riet davon ab, die Festsetzungen aufzuweichen. „Der Bauherr schaut sich das Grundstück vorher an und muss eben seine Wünsche anpassen.“

Kompromisslösung

Von einer zweigeschossigen Bebauung nahm auch Bürgermeister Josef Mend Abstand. „Die Wirkung im Außenbereich wird zu massiv“, sagte er auf Nachfrage des in der Sitzung anwesenden Bauherrn. So verständigte sich der Bauausschuss schließlich auf die Kompromisslösung, dass die Stadt das Gelände noch einmal modellieren und die steilsten Passagen entschärfen lässt. Der Vorteil für die Bauherren: Die Stützmauern müssen nicht ganz so hoch werden.

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