KITZINGEN

Die nächste topmoderne Schule im Landkreis

Einweihung der FOS/BOS in Kitzingern: Rund 3,3 Millionen Euro hat die Sanierung der Staatlichen Beruflichen Oberschule mit der Fach- und Berufsoberschule in Kitzingen gekostet. Jetzt ist die Schule im Schulzentrum feierlich eingeweiht worden. Ein Blick von außen. Foto: Siegfried Sebelka

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Einweihung FOS/BOS

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Die Fach- und Berufsoberschule (FOS/BOS) ist nach einer 3,3 Millionen Euro teuren Sanierung baulich und technisch auf dem neuesten Stand. Die Schule mit ihren 350 Schülern ist damit weiter ein „wichtiger Bestandteil im Bildungsangebot des Landkreises“.

Zeit und Kosten im Plan

Das betonte eine sichtlich zufriedene Landrätin Tamara Bischof bei der feierlichen Einweihung am Mittwoch. Kein Wunder: Zeitplan eingehalten, Kosten unterschritten, überall zufriedene Gesichter. Den Lehrern und Schülern stehe nach dem Abschluss der technischen Sanierung eine „topmoderne Schule“ zur Verfügung, so Bischof.

OP am offenen Herzen

Bis es soweit war, hatte die Schulfamilie eine Großbaustelle mit Lärm und Schmutz zu ertragen – und das bei laufendem Betrieb. Die „Operation am offenen Herzen“ sei gemeistert worden, sagte Bischof mit Dank an alle Beteiligten.

Teil des Bildungsangebots

„Eine starke FOS/BOS ist ein wichtiger Baustein im Bildungsangebot des Landkreises“, betonte die Landrätin. Bei Schülerzahlen auf einem stabilen Niveau habe man guten Gewissens in den Schulstandort Kitzingen investieren können.

3 480 000 Euro wurden vom Landkreis als Sachaufwandsträger für die Innensanierung bereit gestellt, sagte Bischof. „Dieser Kostenrahmen wird selbstverständlich eingehalten, nach derzeitigem Stand sogar um 300 000 Euro unterschritten“, so Bischof weiter. Inklusive der Flachdachsanierung werde die Sanierung der Schule rund 3,3 Millionen Euro kosten. Erfreulich sei der staatliche Zuschuss von 55 Prozent oder 1,6 Millionen Euro.

Hervorragender Stand

Mit der Sanierung der FOS/BOS seien die weiterführenden beruflichen Landkreisschulen auf einem hervorragenden Stand, stellte Bischof fest. Aber schon jetzt habe der Kreis auch die Berufsschule gleich nebenan im Blick, wo Sanierungsarbeiten anstehen. Bischof bedankte sich ausdrücklich beim Kreistag. „Alle Entscheidungen zu Schulsanierungen fassen wir schnell und einvernehmlich.“

Angenehme Atmosphäre

Helligkeit, Offenheit und Transparenz sorgen für eine angenehme Arbeitsatmosphäre, die Technik für einen zeitgemäßen und motivierenden Unterricht. „Die Schule bietet die Chance, die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts zu bewältigen.“ Das stellte Regierungspräsident Paul Beinhofer fest. Er sprach von einem „wunderbaren Tag“ und von einer Stärkung des Schulstandorts Kitzingen im Bildungslandkreis. Die Regierung habe ihren Beitrag zu dem finanziellen Kraftakt geleistet. Gerade die BOS sei eine Alternative zum Gymnasium. Sie ermögliche nach einem Berufsabschluss den Weg zum Fachabitur oder Abitur und stehe für die Durchlässigkeit im differenzierten bayerischen Schulsystem.

Grün verschwindet

„Der Zeitgeist der 80er Jahre wurde abgestreift“, sagte Schulleiter Andreas Breitenbacher im Blick auf das Grün, das die Schule innen lange prägte. Jetzt gebe es eine Schule, die den Herausforderungen der Gesellschaft jederzeit gerecht werde. „Dieses Ziel zu erreichen, war uns jedes Dezibel wert“, sagte er mit Blick auf die Sanierung bei laufendem Betrieb.

„Bildung bestimmt nicht nur die persönlichen Lebenschancen, sondern auch die Zukunft der Gesellschaft“, sagte Frank Delißen, der als Chef der Berufsschule, FOS-BOS und Wirtschaftsschule so was wie der Oberschulleiter in Kitzingen ist. „Das haben hier alle verstanden“, sagte er und bedankte sich beim Landkreis und Freistaat.

Praxisnähe zahlt sich aus

Architekt Sebastian Schäfer bedankte sich für die gute Zusammenarbeit mit der Schule während der „nicht einfachen Umbauphase“. Dass alles geklappt habe, sei auch der Praxisnähe zu verdanken, die in der Schule vermittelt werde. Die Segnung übernahmen die beiden Stadtpfarrer Uwe Bernd Ahrens und Gerhard Spöckl. Ahrens zitierte Melanchthon mit seinem Lob auf die Schule, das auch die Forderung nach Bildung für alle beinhalte und Spöckl sagte vor dem gemeinsamen Vaterunser: „Wir segnen zwar das Gebäude, blicken aber auf die Menschen.“

Für die Organisation der Feier zuständig war Renate Moller vom Landratsamt, für die musikalische Gestaltung Thomas Reinlein, Nerve Özdemir und Nina Förster. Die Klasse BOS 12 sorgte für die professionelle Rundumversorgung der Gäste.

Die Staatliche berufliche Oberschule Kitzingen (FOS/BOS)

Die Schule einst: Im September 1970 hat der Unterricht an der Staatlichen Fachoberschule Kitzingen – jetzt Staatliche Berufliche Oberschule Kitzingen – begonnen. Es war eine der ersten Fachoberschulen in Bayern.

Die Schule jetzt: Die Staatliche Berufliche Oberschule Kitzingen besteht aus der Fachoberschule (Start nach der Mittleren Reife) und der Berufsoberschule (Start nach einer Berufsausbildung) in den Fachrichtungen Sozialwesen, Technik, Wirtschaft und Verwaltung. Der Weg führt zum Fachabitur (nach der 12. Klasse) oder zum Abitur (nach der 13. Klasse). Derzeit werden rund 350 Schüler von 42 Lehrern in 15 Klassen unterrichtet.

Die Sanierungen: Fassadensanierung im Zuge des Konjunkturpakets II im Jahr 2009. Flachdachsanierung als vorgezogene Maßnahme im Jahr 2014. Damit war die Außensanierung abgeschlossen. Im Dezember 2015 hat der Kreistag Gesamtkosten in Höhe von 3,48 Millionen Euro genehmigt. 16. Juni 2016: Offizieller Baubeginn der Innensanierung. September 2016: Fertigstellung des ersten Bauabschnitts. 20. Februar 2018: Offizielle Einweihung

Die wichtigsten Abreiten: Austausch der Sanitär-, Heizung- und Elektroinstallation; Erneuerung der Gebäudetechnik und Sanitäranlagen; Sanierung der Fußböden, Wandoberflächen und Decken; Brandschutz; Technische Sanierung der Naturwissenschaften; Einbau von zwei EDV-Räumen im Erdgeschoss; Verlegen des Lehrerzimmers innerhalb des 1. Obergeschosses; Sanierung der Oberflächen in den Verwaltungsräumen und Erneuerung der Einbaumöbel; Sanierung der Klassenzimmer und Ertüchtigung der Technik auf den aktuellen Stand (PC-Ausstattung Klassenzimmer, Whiteboards, Beamer und so weiter.)

Kosten: Flachdachsanierung: gut 176 000 Euro; die genehmigten Kosten von 3,48 Millionen Euro für die Gesamtmaßnahme wurden um rund 300 000 Euro unterschritten; Zuschüsse des Freistaats: rund 1,6 Millionen.

Beteiligte Planungsbüros: Königer Schäfer Architekten (Würzburg), Planungsbüro Walter Sattes (Tiefenstockheim), Ingenieurbüro EP Elektroplanung (Schwanfeld) und Ingenieurbüro Dieter Koch (Buchbrunn). Beim Kreis zuständig: Nicole Schröter von der Hochbauabteilung.

Architekt Sebastian Schäfer übergibt beim Festakt zur Einweihung den Schlüssel an Landrätin Tamara Bischof. Foto: Siegfried Sebelka

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