Rüdenhausen

Durchfahrverbot wird in Rüdenhausen oft nicht beachtet

Deutlich sichtbar sind die Hinweise auf die derzeit verbotene Ortsdurchfahrt in Rüdenhausen. Trotzdem werden sie häufig ignoriert.
Deutlich sichtbar sind die Hinweise auf die derzeit verbotene Ortsdurchfahrt in Rüdenhausen. Trotzdem werden sie häufig ignoriert. Foto: Andreas Stöckinger

Eigentlich ist die Ortsdurchfahrt von Rüdenhausen derzeit gesperrt. Für Lkw sowieso, seit einigen Tagen auch für andere Fahrzeuge, ausgenommen Anlieger. Darauf weisen Absperrungen und Schilder deutlich hin. Grund sind die schon länger im Ort erfolgenden Arbeiten am Netz der Wasserleitung, die nun auch die Marktstraße mit dem Stück vom Rathaus bis zum Schloss betreffen.

Das Problem ist jedoch, dass selbst größere Lastwagen meist von Wiesentheid aus trotz des Verbots in den Ortskern einfahren und versuchen, durchzukommen, was aber nicht möglich ist. Erst nach aufwändigen Rangier- und Wendemanövern gelingt es den größeren Fahrzeugen, sich wieder raus zu schlängeln. Für Autos bestehen gerade noch einige Schlupflöcher, um irgendwie durchzukommen.

Der Gemeinderat behandelte das Thema zwar nicht explizit in seiner jüngsten Sitzung. Jedoch stellt sich das Problem für Bürgermeister Gerhard Ackermann derzeit beinahe täglich. Weder Straßenbauamt noch Polizei oder Landratsamt hielten es für erforderlich, zusätzliche Hinweisschilder aufzustellen. Das irritiere nur, lautete die Antwort. Tatsächlich sind vom Kreisel zur Autobahn bis zum Ortseingang kaum Hinweise zu finden. Erst im Ort, im Bereich Friedhof und der Kreuzung nach Feuerbach, stehen die Fahrzeuge dann vor der Absperrung.

Das ist dann für Lkw zu spät. "Sie lesen die Schilder nicht. Die stehen am Friedhof und schauen verwundert", berichtet der zweite Bürgermeister Karl-Heinz Rebitzer von seinen Erfahrungen. Zudem sei ein Problem, dass am Autohof ein deutlicher Hinweis fehle, dass die Durchfahrt nicht möglich sei. Erschwerend hinzu komme, dass viele der Fahrzeuglenker ihr Navigationssystem nicht aktualisiert hätten. Eigentlich bestünden ja durch die Umgehung gute Möglichkeiten, um den Ort herum zu fahren. Doch selbst die Rettungsdienste bevorzugten häufig die Strecke durch den Ort, wundert sich Rebitzer.

Ohne Sperrung geht es nicht

Den Gemeindeverantwortlichen bleibt nur die Hoffnung, dass sich das Ganze besser einspielt. Schließlich werde die Marktstraße, die als Hauptstraße durch den Ort führt, noch länger dicht sein. "Die Sperrung ist bis Juni geplant. Dann geht's aber weiter mit dem Stück vom Rathaus bis zur Tankstelle in Richtung Wiesentheid", berichtet Bürgermeister Ackermann. Schließlich werden noch die Leitungen in der Straße in Richtung Greuth ausgetauscht.

Die Arbeiten müssten bei einer vollständigen Sperrung erfolgen, anders wäre es kaum möglich, wenn aufgegraben sei. Die jeweiligen Anlieger müssen mit Einschränkungen rechnen, so Ackermann. Es könne sein, dass eben nicht jeder jeweils bis in seinem Hof fahren könne, sondern auch mal 30 Meter weg von seinem Grundstück parken müsse, bittet er um Verständnis.

Auf der Suche nach Schlupflöchern: Die Ortsdurchfahrt von Rüdenhausen ist derzeit eigentlich gesperrt. Das kümmert viele Fahrer jedoch kaum.
Auf der Suche nach Schlupflöchern: Die Ortsdurchfahrt von Rüdenhausen ist derzeit eigentlich gesperrt. Das kümmert viele Fahrer jedoch kaum. Foto: Andreas Stöckinger

Dass bei der von 20. bis 22. März laufenden, meist stark frequentierten, Verkaufsschau "Gartenlust" im Schlosspark ein Verkehrschaos im Ort drohe, glauben die Gemeindevertreter nicht. Hier würden ausreichend Parkplätze im Süden, von Wiesenbronn her, ausgewiesen, so Bürgermeister Ackermann. Außerdem seien Stellplätze im Osten Richtung Abtswind vorgesehen.

Gleichzeitig wurde im Gemeinderat ein Bauvorhaben im Ortskern besprochen, das derzeit ebenso läuft. Der Bauwerber möchte einen Container an der Marktstraße aufstellen, weil es wegen der Enge nicht anders möglich sei, so die Anfrage. Das gewährte das Gremium. Man hoffe, dass die Arbeiten gut koordiniert werden, so der Bürgermeister. Man müsse derzeit eben mit den Einschränkungen im Ortskern leben.

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