Kitzingen

Ehrenamtliche VDK-Lotsen unterstützen Ratsuchende der Region

VDK-Kreisgeschäftsführer Klaus-Peter Mai (links)und VDK-Kreisvorsitzender Hartmut Stiller (rechts) sind froh über das Engagement der drei VDK-Lotsen  Helmut Hamm, Reinhold Feth und Ferdinand Ruft (nicht im Bild). Foto: Steffen Forstner

Helmut Hamm hat ein Lächeln im Gesicht, als er sagt: „Ich bin der einzige Rentner in Kitzingen, der Zeit hat.“ Zeit ist ein wichtiges Gut für den rüstigen Pensionär, der als einer von drei geschulten Lotsen ehrenamtlich für den VDK-Kreisverband Kitzingen tätig ist. In ganz Bayern hat der Sozialverband zusätzlich zu den klassischen Ehrenämtern in der Kreis-und Ortsvorstandschaft dieses ergänzende Ehrenamt ins Leben gerufen.

Neben der Beratung in Sachen Barrierefreiheit oder Schul-sowie Pflegebegleitung gibt es auch die Tätigkeit als Lotse. Zu seinen Hauptaufgaben gehört es, Ratsuchende bei sozialen Fragen zu unterstützen. Wichtig sei jedoch die Abgrenzung zur herkömmlichen Rechtsberatung, die nicht von den Lotsen, sondern von hauptamtlichen Mitarbeitern des VDK durchgeführt wird.

Schweigepflicht für Lotsen

Die Lotsen  verstehen sich als Wegweiser, beziehungsweise als Vermittler weiterführender Hilfsangebote bei sozialen Problemlagen und unterliegen dabei der Schweigepflicht. Sie stellen bei Bedarf beispielsweise Kontakte zu Selbsthilfegruppen und weiterführenden Beratungsstellen her oder unterstützen Menschen bei Behördengängen. Sie hören aber auch einfach nur zu, wenn Alleinstehende, den Wunsch nach Gesellschaft verspüren.

„Neulich war ich bei einer älteren Dame. Sie können sich gar nicht vorstellen, wie die sich darüber gefreut hat, dass ich einfach nur da war,“ sagte Hamm. Seiner ehrenamtlichen Tätigkeit als Lotse in Kitzingen geht er ebenso wie seine Kollegen Reinhold Feth und Ferdinand Ruft mit großer Leidenschaft nach. Dabei sei es manchmal schwierig, den Spagat zwischen Nähe und Distanz zu bewältigen. „Wir wollen nicht, dass unsere Gespräche in Kumpanei ausarten,“ versichert Feth, der als Sozialpädagoge im Ruhestand weiß, wovon er spricht.

Zielführende Beratung

Er habe schon Fälle erlebt, in denen nach einem einstündigen Gespräch das eigentliche Problem erst bei der Verabschiedung an der Haustüre zur Sprache kam. Das soll tunlichst vermieden werden, schließlich soll die Beratung, die Interessierte unabhängig von einer VDK-Mitgliedschaft in Anspruch nehmen können, zwar empathisch, am Ende aber auch zielführend erfolgen. Er habe sich nach seiner Pension nicht vorstellen können, gar nichts mehr zu machen,“ antwortete Feth auf die Frage zu seiner Motivation. Durch seinen früheren Beruf sei eine Tätigkeit im sozialen Bereich nahe liegend gewesen.

Die Lotsen Feth und Hamm haben sichtlich Freude an ihrer Arbeit. Die Organisatoren des VDK wünschen sich noch mehr Interessierte, die sich ehrenamtlich engagieren möchten. Möglichkeit zur Kontaktaufnahme für Ehrenamtsinteressierte wie auch Hilfesuchende besteht bei der VDK-Kreisgeschäftsstelle in Kitzingen unter Tel.: (09321) 4852.

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