Iffigheim

Ein Dorfgemeinschaftshaus und ein Feuerwehrfahrzeug

Das Gebäude unterhalb des alten Iffigheimer Rathauses und der Kirche soll abgerissen werden. An seiner Stelle will die Gemeinde Seinsheim ein Dorfgemeinschaftshaus errichten. Foto: Gerhard Krämer

Der Seinsheimer Ortsteil Iffigheim bekommt ein Dorfgemeinschaftshaus. In der Gemeinderatssitzung am Montagabend stellte Architekt Martin Zeltner die schon weit gediehene Planung nun öffentlich vor. Mit im Boot ist der Feuerwehrverein, der sich als tragender Verein des Ortes dann um das neue Gebäude kümmern soll.

Vor gut zwei Jahren hatte die Gemeinde das Gebäude unterhalb der Kirche in Iffigheim erworben. Dieses soll abgerissen werden. An seiner Stelle soll ein Dorfgemeinschaftshaus entstehen. In diesem würden dann, wie Christian Sämann von der Feuerwehr dem Gemeinderat erläuterte, alle Veranstaltungen stattfinden.

Das eingeschossige Gebäude soll einen Saal haben, ebenso eine Küche. Um die hohe Kubatur des Saales zu nutzen, ist eine Galerie eingeplant, die über eine Treppe zu erreichen ist und zusätzliche Plätze bietet. Ebenso gibt es einen Raum für die Jugend, Toiletten und einen Lagerraum.

Zugang nach außen wird gewünscht

Diskutiert wurde über die Größe der Küche, die theoretisch zweimal im Jahr gebraucht werde. Eine größere Küche würde jedoch einen kleineren Saal bedeuten.

Gewünscht wurde auch ein Zugang vom Saal nach Außen, wo eine Art Terrasse vorgeschlagen wurde. Auch von der Küche sollte es einen Zugang nach Außen geben, um dort Fritteuse oder Grill aufstellen zu können. Auch für die Jugend sei ein solcher Zugang gut.

Da das Gelände viel Platz biete, gab es auch den Vorschlag eines Lagergebäudes. Dort könnten zum Beispiel Garnituren gelagert werden. Erste Kostenschätzungen belaufen sich auf etwa 650 000 Euro für das Dorfgemeinschaftshaus. Architekt Zeltner wird nun versuchen, die Wünsche planerisch umzusetzen.

Der Gemeinderat beschäftigte sich auch mit einem weiterem Projekt. Seinsheims Feuerwehrkommandant Stefan Düll stellte dem Gremium einen Fahrzeugwunsch vor: ein neues Mittleres Löschfahrzeug (MLF).

Überlegungen einer gemeinsamen Anschaffung mit Martinsheim

Das Löschfahrzeug der Seinsheimer Wehr, ein LF8, ist Baujahr 1987 und besitzt keinen Wassertank. Wasser mit zu führen, sei aber mittlerweile notwendig. Stefan Düll betonte, dass damit eine schnelle Brandbekämpfung möglich sei. Bei Flächen- oder Waldbränden sei man unabhängig. Neben Kindergarten, Krippe oder Jugendheim sei auch die Weinparadiesscheune hoch über den Weinbergen eine schützenswerte Einrichtung.

Gedanken habe sich die Wehr auch über den Kauf eines gebrauchten Fahrzeugs gemacht. In Frage kommende Fahrzeuge, wenn solche überhaupt auf dem Markt zu finden seien, seien 20 bis 25 Jahr alt und würden 50 000 bis 75 000 Euro kosten. Zudem hätten sie nur einen 600 Liter-Tank.

Die Kosten für ein neues MLF betrügen zwar etwa 200 000 Euro, allerdings gebe es hierfür eine Förderung. Der Anteil der Gemeinde würde dann bei etwa 140 000 Euro liegen. Das MLF habe aber 1000 Liter Wasser dabei.

Ein MLF habe eine sofort einsatzbereite Beleuchtung, sei mit wenig Personal zu bedienen und sei schnell und wendig. Und vor allem sei es neu, betonte Stefan Düll. Überlegungen, ein solches Fahrzeug anzuschaffen, gebe es auch in der Gemeinde Martinsheim. Bei einer gemeinsamen Anschaffung zweier gleicher Fahrzeuge würde es auch etwas günstiger. Wenn sich der Gemeinderat für ein neues Fahrzeug entscheide, würde es bis zur Lieferung vermutlich bis zu zwei Jahre dauern, schätzt der Kommandant. Die Entscheidung könnte schon in der nächsten Gemeinderatssitzung fallen.

Links Saal und Küche und im länglichen Anbau Jugendraum, Lagerraum und Toiletten: So könnte das neue Dorfgemeinschaftshaus in Iffigheim einmal ausschauen. Foto: Gerhard Krämer

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