Kitzingen

Ein Großer des Bergrennsports verabschiedet sich

Walter Loschky (rechts), Vorsitzender des AMC Kitzingen, gratulierte den Motorsportlern (von links) Kevin Friemelt, Jugendleiter Markus Friemelt, Christian Kahl, Jürgen Schuster, Norbert Handa, Sportleiter Norman Struckmann, Meo Winter und Klaus Hoffmann. Foto: Hartmut Hess

(kri)   "Ein ereignisreiches Sportjahr neigt sich dem Ende entgegen", sagte Walter Loschky, Vorsitzender des Automobilclubs (AMC) Kitzingen bei der Eröffnung der Sportfahrerehrung in den Räumen des Karosserie- und Lackierzentrums von Klaus Hoffmann. Den größten sportlichen Erfolg feierte zum Abschluss seiner 42-jährigen Rennsportlaufbahn Norbert Handa als Gewinner des Deutschen Bergpokals für Tourenwagen und zeigte seine beste Leistung mit dem Klassensieg beim Europameisterschaftslauf Glasbachrennen.

"Der Zeitaufwand war enorm mit jährlich mehreren Fahrten nach Zagreb oder Parma", gab der Markt Einersheimer zu bedenken. Deswegen sei es an der Zeit gewesen, die Karriere mit jetzt 68 Jahren zu beenden und seinen Lancia Delta Integrale HF der dritten Evolutionsstufe zu verkaufen.. "Mein letztes Rennen auf deutschem Boden in Eichenbühl war genauso wie meine Premiere einst beim Schwanbergrennen: einfach schön", erklärte das Aushängeschild des AMC Kitzingen. "Ein Großer des Bergrennsports sagte Goodbye", beschrieb Norman Struckmann Handas Karriereende und die AMC-Mitglieder spendeten ihm anerkennenden Applaus.

Wie Sportleiter Norman Struckmann darlegte, hatte Klaus Hoffmann mit seinem Opel Astra nur die zwei unterfränkischen DM-Läufe in Hausen/Rhön und Eichenbühl bestritten. Hoffmann war bis zu 255 km/h schnell in Eichenbühl unterwegs und er schilderte, dass sein ehemaliger DTM-Bolide binnen drei Sekunden auf 100 km/h beschleunigt. Sein bestes Ergebnis gelang ihm mit Gesamtrang sieben in Eichenbühl. Welches Prädikat in welchem Renner er kommendes Jahr fährt, ist noch offen. Fortschritte hat heuer Jürgen Schuster gemacht, der seinen Mazda RX 7 von Vergaser auf Einspritzanlage umbaute und auch eine neue Auspuffanlage installierte und damit auf 280 PS zulegte. Er schaffte in der Division II der nationalen Wertung im KW-Bergcup den zweiten Platz. Martin Schug hatte in seinem VW Golf II mehrere Rennen bestritten und punktuell Boden gegenüber der Konkurrenz gut gemacht.

Jugendleiter Markus Friemelt hatte heuer beim ADAC extra den Trainerschein gemacht, um den Nachwuchs fachlich noch besser aufzubauen. Wie stellvertretender Vorsitzender Rainer Gutzeit herausstellte, "ist es das erste Mal in unserer Vereinsgeschichte, dass wir einen ausgebildeten Jugendtrainer haben". Wie Markus Friemelt betonte, hatten Kevin Friemelt und Julian Friemelt beim Heimrennen jeweils Klassensiege herausgefahren und Christian Kahl den zweiten Platz geholt, während Meo Winter auf einem Mittelfeldplatz landete. Der AMC kürte heuer erstmals einen Jugend-Clubmeister, diesen Titel sicherte sich Julian Friemelt vor seinem älteren Bruder Kevin Friemelt. Die Brüder hatten sich durch Spitzenplätze auf Bezirksebene des Jugend-Kart-Slaloms für die Ausscheidung des ADAC Nordbayern. "Für die Deutsche Meisterschaft hat es heuer nicht gereicht, da wollen wir nächstes Jahr wieder angreifen", erklärte Markus Friemelt.

Im Oldtimersport ist Rudi Spörer deutschlandweit eine Kapazität. Er bestritt mit seinen betagten Motorrädern einige Rallyes wie die Veteranenfahrt in Bönigheim, die Kaiserzeitausfahrt bei Freising und die Old-Crocks-Erinnerungsfahrt bei Worms. Der Jahreshöhepunkt war für den Marktbreiter wieder die Windmill-Rallye, die heuer in Schleswig-Holstein gefahren wurde. Bei der Europameisterschaft mischte Spörer unter 217 Fahrern aus elf Nationen mit seiner Terrot-Maschine aus dem Jahr 1923 mit. Dort holte die deutsche A-Nationalmannschaft erneut den Europameistertitel und Rudi Spörer wurde mit der B-Nationalmannschaft Vizeeuropameister, nachdem mehrere Unfälle und Pech die Titelverteidigung verhindert hatten.

Rainer Gutzeit gab noch einen bebilderten Rückblick über das Jahresgeschehen in der Oldtimer-Abteilung. Die Höhepunkte bildeten die Main-Motor-Classics und das von Hans-Rainer Kienberger organisierte Oldtimertreffen in der Eherieder Mühle. Daneben zog Walter Härtlein noch das Oldtimertreffen in Marktbreit auf und unter dem Jahr organisierten Hugo Brennfleck und York Falkenberg noch so manche Ausfahrt durch die fränkische Landschaft.

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