WASSERBERNDORF

Ein Platz für das fränkische Selbstbewusstsein

Ein Stein im Mittelpunkt Frankens: Zur Einweihung des neu gestalteten Platzes am Dreifrankenstein bei Wasserberndorf sam... Foto: ANDREAS STÖCKINGER

Ein wenig stolz sind sie schon, die Franken. Auf sich, auf ihre Kultur und natürlich auf den Dreifrankenstein, jenes Monument, das an der Grenze der drei fränkischen Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken seinen Platz hat. Die neu gestaltete Fläche dort nahe des Geiselwinder Gemeindeteils Wasserberndorf wurde am Tag der Deutschen Einheit eingeweiht.

Die Luft war „frisch und rein“

Mit Böllerschützen, Jagdhornbläsern, Volksmusik und Trachtengruppe, dazu jede Menge fränkischer Polit-Prominenz aus Bundestag, Landtag, Bezirkstag sowie etlichen Bürgermeistern und Gemeindevertretern wurde gefeiert. Das Wetter hatte sich an die fränkische Hymne gehalten, denn die Luft ging wirklich„frisch und rein“ auf der kleinen Anhöhe mitten in der Natur, an der Straße zwischen Heuchelheim, Sixtenberg und Freihaslach. Dort hatte die „Kommunale Allianz Drei-Franken-Eck“ ein Zelt aufgestellt, das bereits zu Mittag gut besucht war.

Schließlich gab der Kommandant der Schwarzenberger Böllerschützen aus Scheinfeld, Hans-Joachim Teufel, das Kommando zum Abschießen der Salutschüsse und damit zum Start des offiziellen Teils. Burghaslachs Bürgermeister Hermann Wehr begrüßte und ging als Erster auf den Dreifrankenstein, die hergerichtete Fläche darum und dessen symbolischen Wert für Franken ein.

Drei Pavillons stehen nun dort, in denen der Besucher jeweils über die drei fränkischen Regierungsbezirke einiges erfährt. Dazu sind jeweils symbolische Tore angebracht, die außen um das halbkreisförmige Plateau herum stehen. Dazu wurde ein geodätischer Referenzpunkt geschaffen, der die exakten Koordinaten der Stelle aufzeigt.

Der Platz gilt als wichtiges gemeinsames Projekt der seit 2001 bestehenden Allianz der drei Gemeinden des Drei-Franken-Ecks. Vor vier Jahren wurde die Erneuerung beschlossen. Die Aufwertung des Areals kostete 253 000 Euro. Die Europäische Union steuerte dabei einen Zuschuss von 105 580 Euro bei.

Ort der Begegnung

Die Redner hoben in dem guten Dutzend der Grußworte das Besondere und die Eigenheiten Frankens hervor. Dazu gehöre eben der Dreifrankenstein als wichtiger Fixpunkt im Herzen Europas. Der 1,70 Meter breite, 2,80 Meter hohe und 2,5 Tonnen schwere Stein aus Muschelkalk gelte als Symbol des fränkischen Selbstbewusstseins. Er ist nicht nur Ziel vieler auch überregionaler Wanderwege, sondern auch Treffpunkt, sagte Burghaslachs Bürgermeister Hermann Wehr.

Sein Amtskollege Ernst Nickel nannte den Bereich ein lohnendes Ausflugsziel. Künftig wolle man häufiger Veranstaltungen am Dreifrankenstein machen, ein Rockfestival für die jüngeren, etwa „Rock am Stein“, könne er sich, so Nickel, gut vorstellen. Im Anschluss an die Grußworte gaben die Geistlichen, Pfarrer Wolfgang Heckel aus Kirchrimbach und Erhard Schupp aus Schlüsselfeld, ihren Segen für den Platz. Dort trafen den gesamten Nachmittag über immer wieder Besucher ein, die das Areal zu einem Platz der Begegnung werden ließen, ganz so, wie es von den Planern beabsichtigt war.

Viel Rauch: Zum „Tag der Einheit“ feierten auch die drei Franken in Eintracht – am Schnittpunkt der Regierungsbezirke Un... Foto: ANDREAS STÖCKINGER
Die Kanone geladen: Die Scheinfelder Böllerschützen eröffneten mit dem Salut die Feier zur Einweihung des Umfelds am Mon... Foto: Andreas Stöckinger

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