MAINSTOCKHEIM

Ein riesiger Papiertiger

„Ein riesiger Papiertiger“ mit 34 Leitzordnern: Das ist für Mainstockheims Bürgermeister Karl-Dieter Fuchs das Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der A3 zwischen der Mainbrücke und Wiesentheid. Schon mehrmals, so auch in der Ratssitzung am Donnerstagabend, mussten sich die Räte damit befassen, obwohl die Gemarkung gar nicht direkt davon betroffen ist.

Indirekt ist es die Nachbarschaft zu Albertshofen und vor allem die Ausgleichsflächen auf Mainstockheimer Gemarkung, weswegen Mainstockheim dann doch beteiligt wird. Zwar sind die Belange der Gemeinde vom Autobahnausbau nicht direkt berührt, doch sollen auch im Änderungsverfahren die bisherigen Ratsbeschlüsse, die sich gegen weitere Ausweisungen von Ausgleichsflächen auf Mainstockheimer Gemarkung aussprechen, aufrecht erhalten bleiben.

Zudem, so der Wunsch der Räte, soll die vorgesehene Ausgleichsfläche gegen eine andere getauscht werden. Denn die neue Fläche ist landwirtschaftlich weniger interessant, nicht so gut erschlossen und liegt zudem im Anschluss an eine bereits vorhandene Ausgleichsfläche. „Nehmt einen Acker, der krumm und bucklert ist, des ist denner Bäum' und Büsch' nämlich wurscht“, so Fuchs dazu. Einziges Manko: Der Vorschlag ist mit den Beteiligten „noch nicht ganz abgesprochen“.

Weitere Punkte:

• Ein weiterer „Papiertiger“: Der Lärmaktionsplan Schiene, der nun in der „Ankündigung zur zweiten Phase der Öffentlichkeitsbeteiligung und Veröffentlichung des Pilot-Aktionsplanes Teil A“ steht. „Ich weiß nicht, was ich da zum 24. Mal dazu sagen soll“, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde habe ihre Bedenken bereits geltend gemacht. Der Gemeinderat appellierte an die Mainstockheimer, sich möglichst rege am Verfahren zu beteiligen und sich auf der Internetseite des Verfahrens unter www.laermakitonsplanung-schiene.de einzutragen.

• Gastschulverhältnisse werden künftig, da sie die Gemeinde nicht mehr finanziell belasten, vom Bürgermeister als laufendes Geschäft entschieden.

• Die Bitte des Helferkreises Asyl, für die Spenden aus der Bevölkerung einen Raum zur Verfügung zu stellen, wurde in die nichtöffentliche Sitzung verschoben und dort abgelehnt.

• Grundsätzlich läuft es derzeit mit den „neuen“ Asylberwerbern in Mainstockheim ruhig. Ein großer Helferkreis kümmert sich um die syrischen Familien, eines der Kinder besucht den Kindergarten, drei die Grundschule.

• Kann ein abwesender Gemeinderat einen Antrag zur Geschäftsordnung stellen? Eine Frage, die Heiner Tebbe im Anschluss an die Sitzung am 29. Oktober stellte und die von der Verwaltung und von der Rechtsaufsicht eindeutig mit „Ja“ beantwortet wurde.

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