Iphofen

Elefanten erobern das Knauf-Museum

Zwischen unheimlich und sanftmütig: Museums-Chef Markus Mergenthaler über seine Beziehung zu Elefanten – und wie es zu der Ausstellung in Iphofen kam.
Im Iphöfer Knauf-Museum sind jetzt die Elefanten los.
Im Iphöfer Knauf-Museum sind jetzt die Elefanten los. Foto: Knauf-Museum

Der Leiter des Iphöfer Knauf-Museums kann sich noch sehr genau an seine erste Begegnung mit Elefanten erinnern. Jetzt erfüllt er sich und dem Museum einen Traum mit einer durch und durch elefantösen Sonderausstellung.

Frage: Vom Trojanischen Pferd zum Elefanten - wie kam es dazu?

Markus Mergenthaler: Mein Professor in München beschäftigte sich bereits Anfang der 90er Jahre mit dem Thema "Elefant" und veranstaltete damals auf Schloss Seefeld eine Ausstellung. Ich wurde von dieser Begeisterung vor Jahren angesteckt und habe lange überlegt, ob das Thema auch nach Iphofen passt – und es passt.

Markus Mergenthaler
Markus Mergenthaler Foto: Wolf-Dietrich Weissbach
Was haben Sie zuletzt über Elefanten gelernt?

Mergenthaler: Dass sie teilweise im Stehen angelehnt an einen Baum schlafen – da spart man sich das Hinlegen und wieder Aufstehen.

Was fasziniert Sie an den Tieren?

Mergenthaler: Die Größe und die Ausstrahlung der grauen Riesen sowie die Beziehung zwischen Mensch und Elefant.

Wann und wo haben Sie Ihren ersten Elefanten gesehen?

Mergenthaler: Es war 1981 als Oma sagte: „Der Zirkus kommt nach Würzburg – lass uns da hinfahren und die Elefantenparade anschauen.“ Zwölf Dickhäuter liefen vom Bahnhof zur Talavera. Riesig wirkten sie auf mich, und irgendwie auch ein bisschen unheimlich, doch hatten die Tiere auch etwas Sanftmütiges an sich. 

Worauf können sich die Besucher freuen?

Mergenthaler: Die Ausstellung ist in drei Teile konzipiert. Der erste Teil beschäftigt sich zunächst mit der Urzeit und der Entwicklung zu den uns bekannten Elefanten. Der zweite Teil ist in Afrika und Asien geteilt, wobei es in diesem Teil um die Beziehung zwischen Mensch und Elefant geht. Im dritten Teil geht es um die Thematik Kunst und Elefant. Für unsere jüngsten Besucher haben wir eine zusätzliche Abteilung eingeplant, hier werden Spielwaren aus 100 Jahren gezeigt.

Wie lange war die Vorbereitungszeit?

Mergenthaler: Von der Konzeption bis zur Eröffnung dauerte es etwa eineinhalb Jahre.

Wie lange läuft die Ausstellung?

Von Sonntag an bis zum 10. November.

Ihr Lieblingsobjekt – und warum?

Mergenthaler: Meine Lieblingsfigur in der Ausstellung ist Ganesha mit der schönen Entstehungsgeschichte, wie Ganesha zu seinem Elefantenkopf kam. Man erzählt sich, dass Ganesha aus dem Schorf der Haut von Parvati geformt wurde. Parvati war die Ehefrau des Gottes Shiva.

Ganz andere Frage: Wo ist eigentlich das begehbare Trojanische Pferd von der Vorgänger-Ausstellung abgeblieben?

Mergenthaler: Unser hölzernes – verkauftes – Pferd steht in der Zwischenzeit in Goslar bei einem IT-Unternehmer im Vorgarten von dessen Firma. Vor einigen Tagen wurde es dort vom Landrat sowie vom Bürgermeister von Goslar enthüllt. Wir freuen uns sehr über die gelungene Weiterverwendung. Wir haben weiterhin Kontakt zum neuen Pferdebesitzer, der uns immer wieder mit Neuigkeiten rund ums Pferd versorgt.

Weitere Artikel

Schlagworte

  • Iphofen
  • Frank Weichhan
  • Ausstellungen und Publikumsschauen
  • Elefanten
  • Spielwaren
  • Urzeit
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!