NORDHEIM

Entscheidung zum Nordheimer Weinfest vertagt

Stimmungsvoller Weinfest-Auftakt in Nordheim       -  Viele Wein-Hoheiten und Symbolfiguren von der Volkacher Mainschleife kamen zur Eröffnung des Nordheimer Weinfestes an Christi Himmelfahrt.
Viele Wein-Hoheiten und Symbolfiguren von der Volkacher Mainschleife kamen zur Eröffnung des Nordheimer Weinfestes an Christi Himmelfahrt. Foto: WALTER BRAUN

Vor drei Jahren stand mit dem Nordheimer Weinfest eine Kultveranstaltung vor dem Aus. Die örtliche Winzergenossenschaft hatte sich als Veranstalter zurückgezogen und etliche, zunächst interessierte Weinbaubetriebe, stimmten einer Willenserklärung zur Teilnahme als Standbetreiber beim Weinfest nicht zu.

Gemeinde bis 2018 Ausrichter

Nicht zuletzt dank des Einsatzes der Gemeinde, die als Veranstalter für Divino (Winzergenossenschaft) in die Bresche sprang, des örtlichen Touristikrates und des Volkacher Tourismuschefs Marco Maiberger feierte man 2016 mit einem neuen Konzept das 56. Nordheimer Weinfest. Bis zum Jubiläumsjahr 2018, so wurde festgelegt, ist die Gemeinde Nordheim Ausrichter des Weinfestes.

Das ist Vergangenheit und mittlerweile geht es darum, einen Veranstalter ab 2019 zu finden. Geht es nach den Willen der Standbetreiber, so soll die Gemeinde Nordheim auch weiterhin das Weinfest organisieren. Ein entsprechender Antrag lag dem Ratsgremium am Montagabend in der Sitzung vor.

Wahnsinnskosten für Winzer

Bei der Diskussion in der Ratsrunde war man sich einig: Es wäre schade, wenn „das Ganze einschlafen würde“, das Nordheimer Weinfest soll nach Möglichkeit weiterhin durchgeführt werden. Kopfzerbrechen bereitet allerdings die Tatsache, dass von zunächst zehn Standbetreibern nur noch sechs Betriebe ihre Zusage zur Teilnahme am Weinfest 2019 bekräftigten. Für einige Ratsmitglieder schlichtweg zu wenig, um auch weiterhin „mit Hängen und Würgen“ an der Traditionsveranstaltung festzuhalten. Man vertrat die Meinung, dass eine Fortsetzung des Weinfestes nur dann Sinn macht, wenn ein starker Rückhalt seitens der Winzer gegeben ist. Waldemar Braun nahm die Winzer bzw. Standbetreiber in Schutz. Er sprach von Wahnsinnskosten und „wenn die Winzer nicht mehr wollen, dann wollen sie eben nicht mehr“. Sie hätten sicherlich ihren Grund dafür, sagte Braun.

Noch ein Anlauf

Dennoch soll ein weiterer Anlauf gestartet und noch einmal bei allen Winzern und sonstigen Gewerbebetrieben zwecks Teilnahme als Standbetreiber am Nordheimer Weinfest angefragt werden. Erst nach dieser Aktion wird man im Gemeinderat darüber entscheiden, ob die Kommune weiterhin als Veranstalter in Erscheinung tritt.

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