Großlangheim

Erfreuliche finanzielle Lage des Marktes Großlangheim

Die Erweiterung des Großlangheimer Kindergartens durch den Um- und Ausbau des Josefsstifts geht voran. Das Dach ist neu eingedeckt, der Schwerpunkt liegt nun im Innenausbau.
Die Erweiterung des Großlangheimer Kindergartens durch den Um- und Ausbau des Josefsstifts geht voran. Das Dach ist neu eingedeckt, der Schwerpunkt liegt nun im Innenausbau. Foto: Winfried Worschech

"Ich kann ruhig schlafen". Mit dieser Aussage meinte der Großlangheimer Bürgermeister Karl Höchner die gute finanzielle Ausgangsposition der Gemeinde auch für die kommenden Jahre, da er sein Amt in die Hände seines Nachfolgers Peter Sterk übergeben wird. In der Ratssitzung am Dienstagabend, die wegen des "Corona-Abstands" im Kulturhaus stattfand, wurde der diesjährige Haushalt verabschiedet, der belegt, dass die Gemeinde schuldenfrei ist und aller Voraussicht nach auch bleiben wird. Hatte sich der noch amtierende Bürgermeister doch gelegentlich Sorgen gemacht, dass vor allem wegen der hohen Kosten für die Kindergartenerweiterung das finanzielle Polster erheblich schwinden könnte.

Dem ist nicht so, wie auch VG-Kämmerin Antje Teutschbein in ihrer Schlussbemerkung zum 2020er Haushalt deutlich machte: "Insgesamt ist die finanzielle Lage unter Berücksichtigung der bereits begonnenen und fest vorgesehenen Projekte sehr erfreulich". Die Kämmerin räumte ein, dass zur Finanzierung des diesjährigen Haushalts eine Rücklagenentnahme von gut 1,3 Millionen Euro vorgenommen werden müsse und auch 2021 knapp eine halbe Million Euro aus diesem Fond gebraucht werde.

Aufgrund der "Gesamtrücklagenhöhe in beachtlicher Größe" und weil es voraussichtlich 2022 wieder zu einer Rücklagenzuführung kommen dürfte, könne dieses Polster wieder aufgefüllt werden. Bürgermeister Höchner erinnerte an dieser Stelle daran, dass er von seinem Vorgänger Alois Hümmer eine gute Rücklage übernommen und dann weiter geführt habe. "Es hätte in diesem Jahr zwar etwas andere Zahlen gegeben, wenn der Abwasseranschluss an die Kitzinger Kläranlage vollzogen worden wäre, aber auch in diesem Fall wären wir nicht aus den Schuhen gekippt".

Haushaltsvolumen von 5 210 797 Euro

Das Haushaltsvolumen für 2020 liegt bei 5 210 797 Euro (Vorjahr: 5 546 412). Auf die Verwaltung entfallen 2 708 797 Euro und auf den Vermögenshaushalt 2 502 000 Euro. Haupteinnahmequelle im Sektor "Verwaltung" sind der Gemeindeanteil an der Einkommenssteuer (977 680 Euro), die Schlüsselzuweisungen (416 748), Gewerbesteuer (300 000), Grundsteuer B (90 000), Einkommenssteuerersatzleistungen (72 215), Gemeindeanteil an der Umsatzsteuer (43 704) und die Grundsteuer A (16 300).

Dem stehen auf der Ausgabenseite die Kreisumlage (684 800), VG-Umlage (215 000), Schulverbandsumlagen ohne Investitionsumlage (102 850) und die Gewerbesteuerumlage (26 800) gegenüber. Bürgermeister Höchner erinnerte daran, dass man bei den Hebesätzen mit 260 Prozent für die Grundsteuer A und B und mit 280 Prozent für die Gewerbesteuer auf dem untersten Level sei.

Größtes Projekt: Ertüchtigung der Kläranlage

Im Vermögenshaushalt ist als größter Brocken die Ertüchtigung der Kläranlage inklusive der Planungskosten für den Abwasseranschluss an die Kitzinger Kläranlage mit rund 1,2 Millionen Euro ausgewiesen. Für die Erweiterung des Kindergartens mittels Um- und Ausbau des Josefsstifts sind 850 000 Euro angesetzt und für das Regenrückhaltebecken am Baugebiet "Viehtrieb" 200 000 Euro. Für das neue Feuerwehrauto stehen noch 110 000 Euro im Plan und für den Erwerb von Grundstücken 60 000 Euro.

Zu den Einnahmen im "Vermögen" gehören die Investitionszuweisung des Freistaates für die Erweiterung des Kindergartens (350 000), die Zuführung vom Verwaltungshaushalt (269 387), die Veräußerung von Grundstücken (262 500), die Investitionspauschale (126 500), der Zuschuss für Feuerwehrauto und Digitalfunkgeräte (44 000), Straßenausbaubeiträge (105 000), Kanalbeiträge (18 000) und Wasseranschlussbeiträge im Baugebiet Viehtrieb (18 000). Die Kämmerin zeigte sich in ihrer Schlussbemerkung überzeugt, dass mit einer weiterhin gesunden und nachhaltigen Investitionspolitik größere Maßnahmen in den kommenden Jahren die Gemeinde vor keine Probleme stellen dürfte.

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