GEISELWIND

Ernst Nickel ist Bürgermeister einer Gemeinde zum Wohlfühlen

Steigerwald-Gemeinde mit Autobahnanschluss: Geiselwind hat laut Bürgermeister Ernst Nickel zuletzt „viel Positives erreicht“. Foto: Hajo Dietz (Nürnberg Luftbild)

Willkommen zum Sommerinterview! Wir haben den Bürgermeistern im Landkreis zehn Fragen gestellt, die im Laufe dieser Wochen nach und nach veröffentlicht werden. Heute dreht sich alles um Geiselwind, wo Ernst Nickel (Foto: Stefanie Kunkel) seit dem Jahre 2002 an der Spitze steht.

Frage: Die erste Hälfte der Wahlperiode ist vorbei – worüber freuen Sie sich besonders?

Ernst Nickel: Ich freue mich, dass in der Hälfte der Wahlperiode schon viel Positives erreicht wurde: Dass es gelungen ist wieder einen Hausarzt zu finden, dass die ersten Grundstücke im Gewerbegebiet „Inno-Park“ verkauft sind, dass unser Freizeitland einen neuen Besitzer hat, dass der Ausbau der A 3 mit dem entsprechend Lärmschutz- und Sicherungsmaßnahmen nun endlich begonnen hat und dass die Ansiedlung eines Lebensmittelmarktes gelungen ist.

Welche Projekte packen Sie bis 2020 in Ihrer Gemeinde noch an?

Nickel: Die Fortführung der begonnenen Erneuerung der Wasserversorgung, die Aufwertung unserer Ortsteile mit Mehrgenerationenplätzen durch europäische Fördermittel, die Ansiedlung weiterer Firmen im „Inno-Park“ und die Stärkung des sozialen Gefüges in unserer Marktgemeinde.

Jeder Platz in der Gemeinde ein Lieblingsort

Was steht direkt nach der Sommerpause an?

Nickel: Es gibt noch einige Positionen nach unserer Haushaltssatzung abzuarbeiten. Danach werde ich die Planungen für 2018 angehen.

Ihr Lieblingsplatz in Ihrem Ort?

Nickel: Gibt es viele. Ich fühle mich in unserer gesamten Großgemeinde wohl.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Ort stört?

Nickel: Derzeit nur der Dreck und der Lärm bezüglich des Autobahnausbaues und der damit verbundenen Vollsperrungen, Staus und Umleitungen. Das gehört leider zum Ausbau – aber das Ende ist absehbar!

Ernst Nickel ist Bürgermeister einer Gemeinde zum Wohlfühlen
Willkommen zum Sommerinterview! Wir haben den Bürgermeistern im Landkreis zehn Fragen gestellt, die im Laufe dieser Wochen nach und nach veröffentlicht werden. Heute dreht sich alles um Geiselwind, wo Ernst Nickel seit dem Jahr 2002 an der Spitze steht. Foto: Stefanie Kunkel

Wie steht es um die Finanzen der Gemeinde?

Nickel: Aufgrund der soliden und wirtschaftlichen Haushaltsführung in den vergangenen Jahren steht der Markt Geiselwind im Vergleich zu anderen Gemeinden trotz der niedrigen Steuerkraft gut da. Der Erfolg hat natürlich seinen Preis. Beispiel Wasserversorgung: Wir sind mit unseren Verbrauchsgebühren weit über dem Landesdurchschnitt. Wir mussten ein entsprechend großes Sanierungsprogramm schnüren und unsere Grundstücksbesitzer durch Verbesserungsbescheide belasten, um in den Genuss von Fördermitteln zu kommen.

Einwohnerzahlen steigen leicht

Die Probleme vieler Gemeinden sind die Landflucht, fehlende Arbeitsplätze, Ärztemangel, verlassene Häuser oder marode Straßen. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Nickel: Hiervon ist der Markt Geiselwind wenig betroffen. Unsere Einwohnerzahlen sind gleichbleibend mit der Tendenz zur leichten Steigerung. Es ist gelungen, einen Nachfolger für unseren Hausarzt Herbert Müller zu finden und in unserem „Inno-Park“ sind die ersten Grundstücke verkauft. Hier entstehen qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze. Hieraus wird hoffentlich auch ein auf dem Lande wichtiger Zuzug von Neubürgern resultieren.

Was macht Ihnen an Politik Spaß?

Nickel: Man muss Politik so machen, dass sie Spaß macht. Ich habe eine spannende Aufgabe, ein breites Feld. Natürlich gibt es Tage, die einem schwer zu schaffen machen, aber es gibt auch sehr viele positive Momente.

Nachhaltig, unabhängig und verantwortungsbewusst

Welche Eigenschaften braucht ein Bürgermeister auf jeden Fall?

Nickel: Er sollte stressresistent, flexibel, unabhängig, zukunftsorientiert, nachhaltig und verantwortungsbewusst denkend, freundlich in jeder Hinsicht, trotz schwieriger Aufgaben bürgerfreundlich, fair und modern denkend sein.

Stehen Sie 2020 bei den Wahlen noch einmal zur Verfügung?

Nickel: Ja, sehr gerne. Ich habe noch viele positive Ideen für die Zukunftsgestaltung meiner Großgemeinde – zum Vorteil der Bürgerinnen und Bürger.

Bürgermeister im Interview

Die Bürgermeister im Landkreis haben Halbzeit in der Wahlperiode. Zeit für ein Zwischen-Fazit: Nach und nach werden in den kommenden Wochen alle Bürgermeister des Landkreises zum „Sommer-Interview“ gebeten. Wie fällt Ihre Bilanz aus? Was haben Sie als nächstes vor? Die Frage bleiben immer gleich, die Akteure wechseln. Den Auftakt machte Gerhard Schenkel (Sulzfeld), der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis. Heute stellt sich der Geiselwinder Bürgermeister Ernst Nickel (Freie Wähler) den Fragen.
 

Rückblick

Schlagworte

  • Geiselwind
  • A3 Ausbau
  • Das Bürgermeister-Sommerinterview
  • Ernst Nickel
  • Freie Wähler
  • Gerhard Schenkel
  • Hausärzte
  • Herbert Müller
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
1 1
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!