KITZINGEN

Filmförderpreis für Die wunderschöne Prinzessin

Maya Bandelow (von links), Juliana Hauck, Milena Klein, Viola Hanft und ihr Lehrer Christian Hanft haben den Förderpreis des Bayerischen Rundfunks gewonnen. Foto: Katrin Amling

Geburtstagsfeier einmal anders: Die zwölfjährige Viola überlegte sich, dass sie an ihrem Geburtstag gerne einen Film mit ihren Freundinnen drehen würde. Praktisch, dass ihr Vater Christian Hanft Filmkurse am Armin-Knab-Gymnasium (AKG) in Kitzingen gibt und in der Schublade ein fertiges Drehbuch liegen hatte.

„Die wunderschöne Prinzessin“ lautete der Titel, basierend auf der Geschichte der Pixi-Bücher für kleine Kinder. „Wir haben die eher kitschige Kindergeschichte modern und lustig verfilmt“, erzählt Viola. Das war vor einem Jahr. Jetzt wurde der sechsminütige Film mit dem Filmförderpreis des Bayerischen Rundfunks bei den Filmtagen Bayerischer Schulen ausgezeichnet.

Mädels in Männerrollen

Hinter der Kamera stand hauptsächlich Christian Hanft. Gespielt haben Viola und ihre Freundinnen, die alle auf das AKG gehen. Da ihre Clique hauptsächlich aus Mädels besteht, haben sie kurzerhand improvisiert und auch männliche Rollen übernommen. Für ihre „starke schauspielerische Leistung“ haben sie den Förderpreis erhalten, wie die Jury in ihrer Bewertung schreibt.

Nur durch die Sonnenbrille

Mittelpunkt der Geschichte ist die wunderschöne Prinzessin, gespielt von Milena Klein. Sie ist so schön, dass man sie nur durch eine Sonnenbrille anschauen darf. Alle Prinzen, unter anderem dargestellt von Maya Bandelow, die ihre Mutter ihr zur Heirat vorstellt, genügen ihren Ansprüchen nicht. Da kommt mit Juliana Hauck ein Bauarbeiter ins Spiel, der schon sehr lange in sie verliebt ist.

Mit Augenzwinkern verfilmt

Die Geschichte ist zwar nicht neu, doch sie ist modern und mit einem Augenzwinkern verfilmt. Ort des Geschehens ist das AKG. Die Baustelle vor der Tür war in diesem Fall sehr willkommen. Durch seine Filmlehrerausbildung kennt Hanft die Feinheiten beim Dreh. Für den Kinoeffekt haben die Filmemacher unter anderem im Breitbildformat geschnitten und mit dem sogenannten Colour Grading die Farben intensiviert. „Das Schauspielern hat sehr viel Spaß gemacht, aber es war auch viel Arbeit für sechs Minuten Film, die am Ende rauskommen“, sagt Viola.

Für drei Tage in München

Mitte Oktober waren die Schüler drei Tage bei den Filmtagen in Holzkirchen bei München stattfanden. 113 Filme wurden bei dem Wettbewerb eingereicht, 40 davon haben es in die nähere Auswahl geschafft. Unter diesen war auch noch der Imagefilm „Iphofen“ des Armin-Knab-Gymnasiums, den Hanft mit Schülern eines P-Seminars gedreht hatte.

Als Kurzfilm im Roxy?

„Unser Film ist wegen der etwas komplizierten Musikrechte leider nicht online zu sehen“, sagt Christian Hanft. Doch er verhandelt zurzeit mit dem Roxy Kino, ob „Die wunderschöne Prinzessin“ als Kurzfilm ins Vorprogramm des vor der Wiedereröffnung stehenden Kitzinger Kinos aufgenommen werden kann. „Entweder dort oder beim nächsten Schulfest könnte man den Film dann sehen“, sagt Hanft.

Workshop beim BR

Mit dem Gewinn ist für die Kitzinger Schüler ein besonderer Preis verbunden. Sie dürfen bei einem Workshop in den Filmstudios des BR professionellen Filmemachern bei der Arbeit zuschauen. Lust auf das nächste Filmprojekt haben Viola und ihre Freundinnen auch schon.

Schlagworte

  • Kitzingen
  • Katrin Amling
  • Augenzwinkern
  • Bayerischer Rundfunk
  • Filmtage
  • Kurzfilme
  • Prinzessinnen
  • Sonnenbrillen
Lädt

Schlagwort zu
„Meine Themen“

hinzufügen

Sie haben bereits
/ 15 Themen gewählt

bearbeiten

Sie folgen diesem Thema bereits

entfernen

Um "Meine Themen" nutzen zu können müssen Sie der Datenspeicherung zustimmen

zustimmen
0 0
Kommentar schreiben

Der Diskussionszeitraum für diesen Artikel ist leider schon abgelaufen. Sie können daher keine neuen Beiträge zu diesem Artikel verfassen!