MAINBERNHEIM

Fünf Hütten für mehr Atmosphäre

Wintermärchen: Karl Wolf, Georg Rügamer, Kurt Lechner, Erwin Reidelbach, Johann Ott und Roland Scholler vor der bemalten Rückseite einer Mainbernheimer Weihnachtsmarkt-Hütte. Foto: Timo Lechner

Der Mainbernheimer Weihnachtsmarkt im Raiffeisenhof und Teilen der Herrnstraße am zweiten Adventssonntag ist ein kleiner, aber feiner. Wenn am Sonntag, 7. Dezember, zwischen 11 und 18 Uhr die Tore wieder geöffnet werden, ist der Markt um ein prägendes Gestaltungselement reicher, das auch für die kommenden Jahre als Alleinstellungsmerkmal Atmosphäre und Identität schaffen soll. Sechs Herren im besten Rentenalter haben in den Sommermonaten fünf Hütten gebaut, die ab sofort mehr als reine Versorgungsstände für den Markt darstellen sollen.

60 OSB-Platten, etwa 500 Meter Leisten, rund 3000 Schrauben – das verbauten Kurt Lechner, Johann Ott, Erwin Reidelbach, Roland Scholler und Karl Wolf in den warmen Monaten in mühevoller Kleinarbeit. Ehrenamtlich und unentgeltlich. Denn die Kosten von circa 3500 Euro wurden vom Gemeinschaftskonto gezahlt, das sich die Betreiber der beiden Stände entlang der Herrnstraße seit je her über den Umsatz von Selbstgemachtem teilen. Im Herzen Mainbernheims sind die Protagonisten beim Weihnachtsmarkt unter anderem mit filigranen Holzarbeiten, Kochbüchern, „Bernemer Allerlei“-Leckereien und Feuerzangenbowle präsent. „Ohnehin geht es uns nicht um den Profit, sondern um ein Veranstaltungs-Highlight für Mainbernheim“, sagt das Team. Der Markt soll schöner werden und auch attraktiver für auswärtige Gäste.

Das soll nicht nur durch die im Fachwerk-Stil gebauten Hütten funktionieren. Der Mainbernheimer Künstler Georg Rügamer hat diese auch noch mit einem Mainbernheimer Postkarten-Motiven als Winterlandschaft maßstabsgetreu bemalt. „Wir haben somit ein Weihnachtsdorf im Städtle“, freut sich der Bautrupp.

Auf dem Hof von Alt-Bürgermeister Karl Wolf fanden die Handwerker ausreichend Platz, um die sperrigen Platten zu bearbeiten, zu sägen, streichen und zu schrauben. Wolf hat sogar in einer ausgedienten Scheune Platz geschaffen, an dem die Hüttenteile das ganze Jahr über sicher gelagert werden können. Beim Stadtfest „Echt Berna“ konnten zwei der Hütten übrigens schon bestaunt werden.

Es wird sich also einiges ändern für den Besucher - zumindest in optischer Hinsicht. Die örtlichen Vereine laden wieder mit Bowle, Glühwein, Kaffee und Kuchen sowie weihnachtlichen Leckereien zum Verweilen ein.

Zahlreiche Aussteller bieten weihnachtlichen Schmuck und viel Nützliches an.

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