Kleinlangheim

Gemeinderat: Kleinlangheim nimmt neuen Anlauf zum Baugebiet

Der Kleinlangheimer Gemeinderat hat in der letzten Sitzung des Jahres den bisherigen Bebauungsplan "Am Graben" aufgehoben. Im Januar soll ein neues Planverfahren eingeleitet werden.

Bürgermeisterin Gerlinde Stier erinnerte an den Antrag eines Bürgers im April, den im November 2018 getroffenen Beschluss auszusetzen. Die Gemeinde hielt ihm Gutachten, Bescheide des Landrats- und Wasserwirtschaftsamtes und Aussagen zur Lösung des Oberflächenwasser-Problems entgegen. Jener Bürger beantragte im Oktober ein Normenkontrollverfahren, "ohne das das Baugebiet aufgrund von Paragraf 13b des Baugesetzbuches möglich gewesen wäre".

Gemeinde will nicht abwarten

Da ein Urteil in einer anderen Gemeinde besagte, dass dieser Paragraf nur gültig sei, wenn das Baugebiet von drei Seiten bebaut ist, habe man davon abgesehen, das Urteil für Kleinlangheim abzuwarten. Es hätte drei Jahre dauern können. Außerdem habe der Rechtsbeistand der Gemeinde geraten, das Planverfahren nochmals durchzuführen.

Durch die Aufhebung des alten Bebauungsplans werde auch das Normenkontrollverfahren ad acta gelegt, sagte Stier. Es koste zwar Zeit und Geld und werde eine Geduldsprobe für Bauwillige, "aber wir brauchen die Bauplätze und gehen davon aus, dass es jetzt einen schnelleren Durchlauf gibt, da die Stellungnahmen der Träger öffentlicher Belange die gleichen wie gehabt sein werden".

Der Bauantrag für eine Arbeiterunterkunft in Containerbauweise in Haidt beschäftigte die Ratsrunde längere Zeit, wobei einige Mitglieder beklagten, dass die Container schon stehen, aber es noch keinen Anschluss an das Kanal- und Wassernetz gibt, bei der Dachneigung keine Richtlinien eingehalten wurden und die Anträge auf nötige Befreiungen fehlen.

Lkw-Ärger im Gewerbegebiet

Dem Rat lag aber ein Antrag auf Erschließung und damit den Anschluss ans Kanal- und Wassernetz vor, dem nach Stiers Aussage zugestimmt werden müsse, was bei einer Gegenstimme auch geschah. Einig war sich der Rat, dass der Bauantrag so lange nicht befürwortet werde, bis die geforderten Vorgaben, vor allem die Dachneigung, erfüllt seien.

Beschäftigen musste sich das Gremium mit Lkw-Fahrern, die im Kleinlangheimer Gewerbegebiet in ihrem Fahrzeug übernachten. Stier schlug dort ein Verbotsschild vor, sofern die Fahrer weder ortsansässig noch Lieferanten sind. Dem stimmte der Rat zu (8:4).

Für die Sanierung der Kanal- und Wasserleitung von der Bahnhofstraße bis zur Hauptstraße wird ein Baugrundgutachten erforderlich. Einstimmig angenommen wurde das günstigste Angebot der Firma Kempfert und Partner über 5097 Euro. Die Erneuerung der Fußgängerbrücke über den Wiesbach am Ortsausgang in Richtung Wiesenbronn wurde mit 3555 Euro veranschlagt, wobei sich der Bauhof an den Arbeiten beteiligt. Die Überprüfung von acht Brücken und Durchlässen kostet 1999 Euro. Der Posaunenchor bekommt einen Zuschuss von 300 Euro für die Kulturarbeit.

Räte loben Zusammenarbeit

Stier zog Bilanz eines "anstrengenden und arbeitsreichen Jahres". Im Rückblick ging sie auf die Erweiterung des Kindergartens, die Vergleichsstudie zum Anschluss an die Kläranlage Schwarzacher Becken, die Planungen für die Sanierung der Kanal- und Wasserleitungen, die Dorferneuerung in Atzhausen, das Konzept zum Hochwasserschutz, die Arbeiten am Festplatz sowie die Sanierungen an der Grundschule oder am Kirchenburgdach ein.

Die Bürgermeisterin hob die gute Arbeit des Bauhofs, den ehrenamtlichen Einsatz vieler Bürger und die Zusammenarbeit im Gemeinderat und in der Verwaltungsgemeinschaft hervor. "Sehr gute Arbeit" bescheinigte Stellvertreter Dieter Zeller der Bürgermeisterin. Die gute Atmosphäre im Rat komme auch zustande, da sie vor den Sitzungen nötige Informationen weitergebe.

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