Castell

Genehmigung der Kläranlage läuft bald aus

Das Thema Kläranlage wird die Gemeinderäte in Castell in den nächsten Monaten scheinbar intensiv beschäftigen. Denn wie Bürgermeister Jochen Kramer informierte, läuft die Genehmigung des Wasserwirtschaftsamtes für den Betrieb der bestehenden Anlage in Castell nur noch bis zum 31. Dezember 2022. Deshalb solle sich das Gremium bereits jetzt Gedanken machen, riet Kramer und entscheiden, ob ein  Neubau oder ein Zusammenschluss mit einer anderen Kommune favorisiert werde. Eine Entscheidung drängt, sagte er. 

Ähnliche Probleme hat, nach seinen Aussagen, die Nachbargemeinde Wiesenbronn. Sie hat sich nun  kürzlich entschlossen, anstelle eines Neubaus, an die Anlage in Kitzingen anzuschließen. Tendiere auch Castell künftig in Richtung Kitzingen, müsse man prüfen, ob und wie das möglich wäre. Im Fall eines Casteller Anschluss dorthin sei es sinnvoll, bereits jetzt mit Wiesenbronn Gespräche zu führen und Vorkehrungen zu treffen, sagte der Bürgermeister. Er riet, ein Ingenieurbüro zur Berechnung des Kostenaufwands zu beauftragen.

Kaum Zuschüsse für Neubau

Die Planungen könnten auch in Richtung des Neubaus einer Kläranlage nur für Castell gehen. Derzeit würden Neubauten von Kläranlagen jedoch kaum bezuschusst, während für Zusammenschlüsse mit Großkläranlagen mehr Förderung zu erwarten sei, gab er zu bedenken. Für einen Neubau standen in Wiesenbronn kürzlich Kosten von rund sieben Millionen Euro im Raum. Nicht viel weniger dürfte in Castell fällig sein, schätzten die Räte. Es gelte, die Kosten zu vergleichen. Außerdem möchte Bürgermeister Kramer mögliche Förderungen prüfen lassen.

Im Vorfeld hat die Gemeinde auch Gespräche mit dem Domänenamt geführt, weil deren bestehende Anlage auch künftig die Vorreinigung der Abwässer aus dem Weinbau übernehmen soll. Generell müsste eine Vorklärung der Casteller Abwässer noch auf dem Gemeindegebiet erfolgen, informierte Kramer.

Fachbüro soll Kosten ermitteln

Bei der Frage des Anschlusses an andere Gemeinden riet Gemeinderat Stefan Giehl, auch in Wiesentheid anzufragen. Einstimmig beschlossen die Gemeinderäte, ein Fachbüro mit der Kalkulation zu beauftragen. In der Sitzung wurde außerdem das seit Jahren bestehende Problem mit einem Kanal im Siedlungsgebiet Leiten besprochen.

Von Anfang an habe es in dem Baugebiet aus den siebziger Jahren Probleme gegeben, erinnerte Kramer. Vor allem ein Grundstück habe bei starkem Regen massive Probleme, weil dann vom Kanal her Wasser austritt. Ein Fachbüro unterbreitete jetzt Lösungsvorschläge. Punktuelle Verbesserungen an den Leitungen wären möglich, hieß es. Die Kosten wurden auf 97 000 Euro geschätzt. "Wir müssen schauen, dass wir es mit Hilfe dieser Maßnahmen in den Griff bekommen", sagte der Bürgemeister.

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