Kitzingen

Glosse: Kandidaten doppelt sehen bei der desta in Volkach

Die Obstvielfalt in natürlicher und in flüssiger Form lernen die Besucher auf der desta, der Messe edler Brände, am Wochenende in der Volkacher Mainschleifenhalle kennen. Foto: Peter Pfannes

Erst einen Edelbrand von der Streuobstwiese probieren, sich dann an den Fränkischen Gin wagen und zum Abschluss noch einen Crêpe mit Hochprozentigem drauf. Wer seinen Samstagvormittag bei der desta in Volkach startet, kann eigentlich nur noch ein fröhliches Wochenende erleben. Besuchern, die sich neben dem Genuss auch noch für die Lokalpolitik interessieren, sei dazu gesagt: Sie sehen nicht doppelt, wenn Sie dort gleich fünf Bürgermeister-Kandidaten begegnen. Eine Frau und vier Männer bewerben sich um Volkachs höchstes Amt. Damit hat die Stadt an der Mainschleife aufgeschlossen zum Spitzenreiter Kitzingen.

Noch dazu bleibt potenziellen Kandidaten ja noch bis 23. Januar Zeit, ihren Ring in den Hut zu werfen. Welcher Ort macht das Rennen für die Überschrift "Sieben auf einen Streich"? Für die Demokratie ist ein solcher Andrang natürlich ein Gewinn. Das waren auch die friedliche Revolution und der Mauerfall vor 30 Jahren. Sind wir auch ein gutes Stück von der früheren Grenze zum Osten entfernt, so verbinden doch viele Landkreisbürger starke Eindrücke mit diesem besonderen Moment der deutschen Geschichte. Von "Freude pur und einer unglaublichen Euphorie" war in unserer Umfrage zu lesen.

Wölfe auf dem Schwanberg, Ratten in Kitzingen

Ob eine solche Euphorie auch die desta-Gäste beseelt, wenn sie sich durch die Reihen der Streuobstwiesen getrunken haben? Da könnte es ja sogar noch passieren, dass sie beim Sonntagsausflug auf dem Schwanberg Wölfen begegnen. Aber halt, bis die Kunstobjekte aus Treibholz dort oben einen Platz finden, dauert es noch. Und ob überhaupt ist ja auch noch nicht klar angesichts der im Stadtrat vermuteten Vorliebe für die Iphöfer Eiche.

Wer auf Nummer sicher gehen und schon dieses Wochenende Tieren begegnen möchte, sollte vielleicht lieber einen Ausflug nach Kitzingen machen. Dort beschäftigte die Rattenplage jüngst Teile des Stadtrats. Alle, die die Nager für wenig possierlich halten, sollten sich vielleicht eine Alternative für Sonntagnachmittag überlegen. Wie wär's zum Kaffee mit einem Crêpe mit Pflaumenbrand?

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