DETTELBACH

Gründer der Würzburger Malteser: Von Bechtolsheim gestorben

Richard-Franz Freiherr von Bechtolsheim starb am 24. Januar im Alter von 86 Jahren. Archivfoto: Obermeier Foto: Obermeier

Mit Richard-Franz Freiherr von Bechtolsheim starb am Mittwoch voriger Woche im Alter von 86 Jahren der Gründer und langjährige Leiter des Malteser Hilfsdienstes in der Diözese Würzburg.

Einsatz für Kranke, Behinderte und Sterbende

Von Bechtolsheim hatte sich das Motto des Malteserordens zu eigen gemacht: „Bezeugung des Glaubens und Hilfe den Bedürftigen“. 40 Jahre, von 1962 bis 2002, leitete er diese Hilfsorganisation im Bistum, gründete die Malteser Jugend und die Hospizarbeit dort, setzte sich für Kranke, Behinderte und Sterbende ein. Auch die flächendeckende Ausbildung der Bevölkerung in Erster Hilfe war von Bechtolsheim ein Anliegen. Selbst nachdem er die Leitung abgegeben hatte, wirkte er als Diözesan-Auslandsbeauftragter der Organisation fort und hinterließ einen „qualifizierten und hoch motivierten Rettungsdienst“, wie es in einer der zahlreichen Würdigungen seines Lebenswerks hieß.

Der gläubige Christ vertrat die Katholiken des Bistums in der Vertreterversammlung der Caritas und im Diözesanrat.

In nationalen und internationalen Gremien

Als Diplom-Landwirt setzte sich der aus dem Dettelbacher Stadtteil Mainsondheim (Lkr. Kitzingen) stammende von Bechtolsheim in internationalen und nationalen Gremien für die Belange der Landwirtschaft, vor allem der fränkischen Zuckerrübenbauer, ein.

In seinem Heimat-Landkreis gründete der sozial engagierte Mainsondheimer 1966 den Rotary-Club Kitzingen und setzte sich auch in dieser Organisation für Benachteiligte in der Region und in vielen Ländern der Welt ein. Hierbei lag ein Schwerpunkt seiner Arbeit in der Kinderhilfe.

1987 schuf von Bechtolsheim auf Teilen seines Anwesens eine Golfanlage, aus der 1988 der Golfclub Schloss Mainsondheim hervorging.

Zahlreiche Würdigungen des Engagements

Sein jahrzehntelanges Engagement für die landwirtschaftliche und soziale Bereiche wurde unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande und 1. Klasse, der Ehrenritterschaft im Malteserorden und der St.-Bruno-Medaille des Bistums Würzburg geehrt.

Von Bechtolsheim ist am 3. Juli 1931 in Berlin geboren und verbrachte seine Kindheit in Norddeutschland, bevor er nach Unterfranken kam. Aus der Ehe mit seiner Frau Stefanie gingen vier Kinder hervor. 

Das Requiem für den Verstorbenen findet am Samstag, 3. Februar, um 13.30 Uhr in der Mainsondheimer Pfarrkirche statt; anschließend folgt die Beisetzung auf dem örtlichen Friedhof. 

 

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