Kitzingen

Handschlag besiegelt Ende der Eiszeit mit Montevarchi

Die Eiszeit zwischen Montevarchi und Kitzingen ist beendet. Beim Empfang im Historischen Sitzungssaal wurde die Belebung der Partnerschaft beschlossen. Im Bild von links: Riccardo Fantoni (Verwaltung Montevarchi), Alt-OB Bernd Moser, Karin Winkler (Partnerschaftskomitee), Stefano Tassi (stv. Bürgermeister Montevarchi), Klaus Heisel (stv. Bürgermeister Kitzingen), Lia Vassari (Verwaltung Montevarchi). Foto: Willi Paulus

Drei Jahre lang war die Partnerschaft mit dem itaienischen Montevarchi zum Erliegen gekommen. Jetzt hat sich die Hoffnung auf „Beendigung der Eiszeit“ zwischen Kitzingen und Montevarchi, die Oberbürgermeister Siegfried Müller in seiner Jahresschlussrede im Stadtrat äußerte, erfüllt.

Eine dreiköpfige Delegation der Partnerstadt in der Toskana unter Führung von stellvertretendem Bürgermeister Stefano Tassi war in offizieller Mission an diesem Wochenende zu Gast und bekräftigte den „absoluten Willen“ der neuen Bürgermeisterin Silvia Chiassai  Martini und des Stadtrates von Montevarchi für einen Neuanfang in der Beziehung beider Städte.

Bei einem gemeinsamen Abendessen besiegelten OB Müller und Bürgermeister Tassi mit einem Handschlag den Neustart. Er freue sich „riesig“, dass der Besuch so kurz vor Weihnachten geklappt habe, sagte der OB. „Das ist ein großes Weihnachtsgeschenk für Kitzingen.“ Er hoffe jetzt auf die Aktivierung der gegenseitigen Beziehungen und vielleicht gelinge es auch, in seiner nur noch kurzen Amtszeit die Bürgermeisterkollegin aus Montevarchi kennen zu lernen. „Ich hoffe, dass wir sofort wieder mit dem Austausch beginnen können,“ sagte Bürgermeister Stefano Tassi. Er bedauerte den Stillstand seit der Kommunalwahl 2016. „Wir waren alle vollkommen neu in der Politik und mussten viel lernen,“ führte er aus. Auch die Partnerschaft mit dem israelischen Bethlehem wurde jetzt erst neu belebt.

Mit einem Handschlag bekräftigten stellvertretender Bürgermeister Stefano Tassi (links) und Oberbürgermeister Siegfried Müller den Neustart der Partnerschaft zwischen Kitzingen undMontevarchi. Foto: Willi Paulus

Die älteste Partnerschaft Kitzingens

Am Vormittag hatte es schon einen offizieller Empfang im Historischen Sitzungssaal durch stellvertretenden Bürgermeister Klaus Heisel gegeben. Er freue sich, wieder einmal italienische Klänge im Kitzinger Rathaus zu hören. Das Wappen Montevarchis im Fenster des Saales erinnere an die älteste Partnerschaft, die Kitzingen pflege. Heisel hob auch die Bemühungen von Altoberbürgermeister Bernd Moser um die Fortsetzung der Partnerschaft hervor.

Moser hatte als Vorsitzender des Freundeskreis der Partnerstädte bereits im November 2018 bei einem Besuch in Montevarchi einen Vorstoß zur Wiederbelebung unternommen. Er erinnere sich gerne an die entstandenen Freundschaften und würde sich freuen, auch wieder privat italienische Gäste in seinem Haus begrüßen zu können, sagte Klaus Heisel.

Italiener wollen die Wiederbelebung

Stellvertretender Bürgermeister Stefano Tassi hatte sich hier schon dafür entschuldigt, „dass wir drei Jahre geschlafen haben. Wir sind wirklich willens, die Partnerschaft auf allen Ebenen neu zu starten.“  Als Zeichen der Verbundenheit überreichte er im  Auftrag von Bürgermeisterin Silvia Chiassai Martini ein Stadtsiegel von Montevarchi. Das dreitägige Rahmenprogramm für die Delegation, der auch Lia Vassari und Riccardo Fantoni von der Stadtverwaltung angehörten, wurde von Hauptamtsleiter Ralph Hartner, Alt-OB Bernd Moser und Karin Winkler vom Kitzinger Partnerschaftskomitee erstellt und begleitet. Lia Vassari ist seit Beginn der Partnerschaft 1986 in Montevarchi dabei und war zusammen mit Riccardo Fantoni bereits mehrere Male in Kitzingen.

Von Bürgermeister Tassi war zu erfahren, dass er 2014 einmal als Tourist auf dem Kitzinger Campingplatz zu Besuch war. Bei einem Besuch des Kitzinger Weihnachtstreffs genossen die italienischen Freunde den fränkischen Glühwein und besuchten das A Capella Konzert in der Alten Synagoge und die Messias Aufführung in der evangelischen Stadtkirche. Am Montag früh machten sie sich auf die rund zehnstündige Heimfahrt in die Toskana.

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