LANDKREIS KITZINGEN

Hohe Auszeichnung für Ehrenamtliche

Das Ehrenzeichen des bayrischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt erhielten (von links) Helmut Römpp aus Iphofen, der sich unter anderem im Arbeitskreis Asyl für Flüchtlinge einsetzt, und Gisela Ott aus Mainbernheim, die als Hospizbegleiterin Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zur Seite steht. Landrätin Tamara Bischof überreichte ihnen die Auszeichnung.
Das Ehrenzeichen des bayrischen Ministerpräsidenten für Verdienste im Ehrenamt erhielten (von links) Helmut Römpp aus Iphofen, der sich unter anderem im Arbeitskreis Asyl für Flüchtlinge einsetzt, und Gisela Ott aus Mainbernheim, die als Hospizbegleiterin Menschen auf ihrem letzten Lebensabschnitt zur Seite steht. Landrätin Tamara Bischof überreichte ihnen die Auszeichnung. Foto: Winfried Worschech

Eine hohe Auszeichnung bekamen Gisela Ott aus Mainbernheim und Helmut Römpp aus Iphofen von Landrätin Tamara Bischof am Dienstagnachmittag im Landratsamt überreicht. Für „hervorragende Verdienste zum Wohle der Allgemeinheit“ erhielten sie das Ehrenzeichen des bayrischen Ministerpräsidenten für Verdienste von im Ehrenamt tätigen Frauen und Männern.

Wie die Landrätin in ihrer Laudatio für Gisela Ott ausführte, ist diese seit 1993 Hospizbegleiterin im Hospizverein Würzburg und war 1994 Gründungsmitglied der Regionalgruppe Kitzingen. Seitdem ist sie gemeinsam mit anderen Frauen Einsatzleiterin für die Regionalgruppe. Drei Jahre lang war sie im Vorstand des Hospizvereins und leitete die Treffen der Regionalgruppen, die dem gegenseitigen Erfahrungsaustausch dienen. „Und nach wie vor ist sie mit ihrer großen Erfahrung im Schulungsteam für ehrenamtliche Hospizbegleiter tätig“. Ott leitet auch den Gesprächskreis Trauern und Trösten jeden ersten Mittwoch im Monat in den Bürgerstuben in Kitzingen und ist seit 16 Jahren im seelsorgerischen Besuchsdienst in der Klink Kitzinger Land tätig.

Die Begleitung von Menschen auf der letzten Wegstrecke, um ein Leben in Würde bis zuletzt zu erhalten, bezeichnete die Landrätin als „keine leichte Tätigkeit“, da es auch darum gehe, den Angehörigen Hilfestellung für den bevorstehenden Abschied zu geben. Zur hohen Auszeichnung gratulierte auch der Mainbernheimer Bürgermeister Peter Kraus, der sich mit einem Blumenstrauß für den Einsatz der Geehrten bedankte.

Helmut Römpp ist seit 1993 ehrenamtlicher Mitarbeiter im Arbeitskreis Asyl im Caritasverband für den Landkreis Kitzingen, „in jenem Jahr gab es die erste Welle von Asylsuchenden“, erinnerte die Landrätin. Sie würdigte Römpps Konzeptionsarbeit und Flüchtlingsberatung ebenso wie seine Öffentlichkeitsarbeit bei verschiedensten Gelegenheiten, zu denen auch Festivitäten und Infostände gehören.

Als Ansprechpartner für schulischen Angelegenheiten der Flüchtlingskinder, „deren Schulbildung ihm ein großes Anliegen war“, als Sprecher des Arbeitskreises und Vermittler zur Regierung von Unterfranken setzte er sich als ehemaliger Realschulrektor in den Anfangsjahren dafür ein, dass eine regelmäßige Hausaufgabenbetreuung für Flüchtlinge eingerichtet und Deutschkurse veranstaltet wurden. Zudem begleitete er viele Schulabgänger bei der Lehrstellensuche oder bei der Suche nach einem Platz in einer weiterführenden Schule. Römpp habe maßgeblich dazu beigetragen, dass die Bevölkerung des Landkreises sich auf die Flüchtlinge einlassen konnte und die Hilfsbereitschaft zunahm.

Die lange Zeit, in der sich Helmut Römpp für den Arbeitskreis Asyl engagierte, sowie die Vernetzungs- und Vermittlungsarbeit, hob die Landrätin abschließend.

Für Helmut Römpps ehrenamtlichen Einsatz für die Gesellschaft bedankte sich auch der Iphöfer Bürgermeister Josef Mend.

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