KITZINGEN

Homöopathie als sinnvolle Ergänzung

„Homöopathie für Mutter und Kind im ersten Lebensjahr“ war das Thema eines Vortrags von Kerstin Weichert, Oberärztin der Abteilung für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, zu dem zahlreiche Mütter in die Klinik Kitzinger Land gekommen sind.

Zu Beginn ging sie auf die Kernaussagen, Grundlagen und Ziele der homöopathischen Lehre ein, so ein Bericht über den Vortrag. Durch die passende Arznei werden den körpereigenen Abwehrkräften gezielt Reize gesetzt, so die Referentin, und der Körper werde ganzheitlich, das heißt auch auf seelischer und geistiger Ebene, zur Selbstheilung angeregt.

Als Darreichungsformen der Homöopathie nannte Weichert Tropfen, Globuli und Tabletten. Die Wirkstoffe können aus Extrakten von Pflanzen, Tieren, Mineralien und Metallen bestehen und werden mit Wasser und Alkohol verdünnt. Das Besondere an der homöopathischen Arzneisubstanz sei, dass eine schrittweise Verdünnung keine Abnahme, sondern eine Zunahme der Arzneikraft bewirke.

Wie findet man die passende Arznei und was ist zu beachten? Weichert erläuterte gemäß Ähnlichkeitsprinzip, dass die Suche nach den meisten ähnlichen Symptomen zwischen Arznei und Krankheit zur passenden Arznei führe. Deren Einnahme verschlechtere anfangs die Symptome, dann erst komme es zur Besserung und Heilung.

Wie Bauchkrämpfe beim Kind behandelt werden, könne anhand der auftretenden Symptome entschieden werden. Dabei ist laut Oberärztin Weichert zu unterscheiden, ob die Kolik gleich nach dem Stillen oder Essen auftritt und wie sich das Kind verhält. Ist es unruhig, wirft es sich hin und her, will es viel getragen werden und lässt es sich nur schwer beruhigen, deute das auf eine andere Arznei hin, als wenn sich das Kind steif macht und nach hinten krümmt. Bei Zahnungsbeschwerden komme es auf die Art des geschwollenen Zahnfleisches, des Speichelflusses, der Unruhe, des Fiebers sowie etwaigen Durchfalls an.

Die Referentin besprach auch mögliche Beschwerden der Mutter wie Verzögerung der Wundheilung, Erschöpfungszustände und Stimmungsschwankungen im Wochenbett und erläuterte die zu den Symptomen jeweils passende Arznei. Bei Stillproblemen, Schmerzen der Brustwarze oder einer Brustentzündung solle immer eine Hebamme oder ein Arzt hinzugezogen werden, da diese Symptome sehr schmerzhaft und für die Mutter sehr belastend seien.

Zusammenfassend betonte die Ärztin, dass unter Beachtung der Grundzüge und Grenzen die Homöopathie zur Linderung von Beschwerden sehr gut zur Unterstützung der Schulmedizin angewendet werden kann. Mit Buchempfehlungen zum Nachschlagen der unterschiedlichen Mittel beendete sie ihre anschaulichen Ausführungen und beantwortete Fragen.

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