Mainbernheim

Ideen für das "lebendige Herz" der Stadt Mainbernheim

Beim Vierröhrenbrunnen soll im Zentrum ein Ort mit Platzcharakter entstehen. Foto: Gerhard Krämer

Mit dem Stadtbodenkonzept der Stadt Mainbernheim beschäftigte sich auch eine Bürgerwerkstatt. Mehr als 40 Teilnehmer waren dabei, die Mehrheit kam aus dem Altstadtbereich. Deren Ideen und jene aus vorangegangenen Sitzungen des Stadtrats oder aus der Bürgerversammlung hatten Sylvia Haines und Yvonne Slanz aufgegriffen und zu einem Konzept geformt, das sie nun dem Stadtrat präsentierten. "Wir sind auf der Zielgeraden", sagte Slanz.

Bei der Bürgerwerkstatt hätten sich die Teilnehmer bei der Gestaltung gewünscht, den "alten Charme" zu erhalten. Keinesfalls würden sie einen "Einheitsbrei" wollen, informierte Yvonne Slanz. Auch eine durchgängige Straßenbreite und die Entwässerung in der Mitte seien genannt worden.

Weitere Ideen seien Kommunikationsplätze, der Aufenthalt solle durch "bequeme Bänke" attraktiver werden, es solle straßenüberspannende Hängeleuchten geben. Schön wären auch Fassadenbegrünungen, Pflanzscheiben oder Blumen auf Fensterbänken. Wegen der Begrünung an den Häusern müsste man mit den Eigentümern sprechen, warf Bürgermeister Peter Kraus ein. Dass jeder Raum einen Baum brauche, dazu erklärte Sylvia Haines, dass es historisch betrachtet in der Innenstadt kaum Bäume gegeben habe.

Vierröhrenbrunnen soll Mittelpunkt werden

Als wichtig sei ein begehbares Pflaster genannt worden, das rollstuhl- beziehungsweise rollatorgerecht sei. Wo möglich, sollte das historische Pflaster mit eingearbeitet werden. In den Gassen soll Traufpflaster verwendet werden.

Da geplant ist, die Parkplätze in der Herrnstraße zu reduzieren, war es der klare Wunsch des Stadtrats und des Bürgermeisters, alternative Parkmöglichkeiten für die Anlieger zu schaffen, die dies nicht auf ihrem Grundstück könnten. Denn in der Herrnstraße sieht man die Freihaltung einer Sichtachse durchaus als Aufwertung und Gewinn für den Altort an.  

Klare Mitte soll der Bereich um den Vierröhrenbrunnen werden. Dass dieser Bereich dann als "Platz rüberkommt", das gefiel vor allem Michael Hutterer. "Ich kann es gar nicht erwarten, dass es losgeht", sagte er. Der zentrale Platz der Herrnstraße soll aufgewertet werden und ein "lebendiges Herz" mit hoher Aufenthalts- und Gestaltungsqualität werden. Vorgesehen ist eine durchgängige Pflasterung mit traditionellem Muschelkalk.

Lastwagen müssen wenden können

Auch der Scheuerleinsplatz solle einen Platzcharakter bekommen. Thomas Kramer bat bei der Planung aber darum, Abläufe im Ort zu beachten. An bestimmten Stellen müssten auch Lastwagen noch wenden können. Die Herrnstraße vor dem Rathaus könnte mit Pflaster versehen werden, damit eine Verbindung geschaffen wird.

Alfred Konnerths Vorschlag, im Vorfeld bereist größere Musterflächen zu pflastern, stieß auf große Zustimmung. Dies sollte großflächig geschehen, damit nicht nur der Stadtrat, sondern auch die Bürger das spätere Aussehen rechtzeitig in Augenschein nehmen könnten.

Auf der Prioritätenliste stehe das Zentrum an erster Stelle. Dann folge der Bereich Herrnstraße/Scheuerleinsplatz, der nördliche Stadteingang, der südliche Stadteingang mit Kellergasse und dann der Bereich Klostergasse/Brunnengasse.

In der Herrnstraße soll nur noch auf dem Bild links geparkt werden. Rechts soll die Sichtachse auf das Tor freigehalten werden. Parallel sollen alternative Parkmöglichkeiten geschaffen werden. Foto: Gerhard Krämer

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