Volkach

Info-Veranstaltung in Volkach: Ist E-Mobilität die Zukunft?

Bündnis 90/Die Grünen luden zum Infotag "E-Mobilität - Ausweg oder Irrweg?" in Volkach ein. Foto: Fabian Gebert

"Nach über 100 Jahren kommt die Elektrifizierung endlich wieder unter der Motorhaube an". Das ist der Leitsatz von Victor Trapp vom Frauenhofer Institut Würzburg. Er beendete damit seinen Vortrag über die Umweltbelastung von Elektroautos. Dieses Problem ist durch die Klimadebatte und die "Fridays For Future"-Bewegung in den Vordergrund der öffentlichen Debatte gerückt. Aus diesem Grund veranstaltete der Volkacher Ortsverband der Grünen am Sonntagnachmittag eine Infoveranstaltung zum Thema "E-Mobilität: Ausweg oder Irrweg?".

Höhere Reichweiten mit Elektroautos möglich

Victor Trapp sieht in den Elektroautos einen Ausweg. Bereits 1906 habe es mehr E-Autos als Benziner gegeben, die damals schon eine Reichweite von ungefähr 200 Kilometer hatten. Die Forschung konzentrierte sich dann aber auf Verbrennungsmotoren, so dass die Weiterentwicklung von E-Autos und Akkus eingeschlafen sei. Durch die heutigen Technologien und zukünftige Entwicklungen bei den Akkus seien höhere Reichweiten möglich. Beim Vergleich der Treibhausgasemissionen zwischen Benzinern, Gas, Wasserstoff, Hybrid und E-Autos schneiden reine E-Autos am besten ab. Benziner haben den höchsten Ausstoß.

Dabei berücksichtigte Trapp bereits die vorgelagerten Emissionen, die bei der Produktion entstehen. Die Gewinnung der Rohstoffe für die Batterien sei allerdings noch nicht optimal. "Das Cobalt stammt teilweise aus fragwürdigen Quellen", sagte Trapp. Der heutige Zustand sei allerdings auch nicht so schlecht, wie häufig dargestellt. Es gebe immer mehr umweltfreundliche Partnerschaften, so dass die Gewinnung von Cobalt und Lithium sozial- und umweltverträglich abläuft.

Trotzdem soll Individualverkehr reduziert werden

Bernd Dittrich, der als Unternehmer 30 000 Kilometer jährlich mit seinem Hybridauto fährt, verglich verschiedene Antriebsmodelle. Er rechnete den Besuchern den Verbrauch der verschiedenen Antriebe am Beispiel seines persönlichen Fahrverhaltens vor. Der reine Verbrauch sei auch hier bei der Brennstoffzelle und E-Autos am besten. Dittrich vertrat allerdings auch die Ansicht, dass der Wechsel auf E-Autos nicht ausreiche, sondern auch der Individualverkehr reduziert werden sollte.

Weitere Themen waren die Verfügbarkeit und die Netzstabilität von Naturstrom, die Wirtschaftlichkeit von E-Autos, das Aufladen der Akkus der Fahrzeuge und die Sicherheit. Moritz Hornung von der Volkacher Feuerwehr beschrieb das Vorgehen der Feuerwehr bei Bränden. Im Innenhof des Pfarrheims waren außerdem E-Autos von verschiedenen lokalen Nutzern ausgestellt, so dass sich Besuchern über den Alltag mit diesen Fahrzeugen informieren konnten. Lothar Pfeuffer vom E-Mobilistenclub empfahl einen Kauf der Autos. Es sei eine gute Chance zum Umweltschutz. Außerdem sei die Effizienz ein entscheidendes Kriterium, die sich immer mehr verbessere.

Interessiert verfolgte das Publikum die Argumente pro Elektorauto. Foto: Fabian Gebert
Lothar Pfeuffer vom E-Mobilistenclub empfahl den Kauf eines E-Mobils. Foto: Fabian Gebert

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