BURGHASLACH

Innere Sicherheit fest in fränkischer Hand

Wenn am Dreifrankenstein bei Burghaslach die Blasmusik erklingt und die Volksseele gestreichelt wird, dann kann es nur das Drei-Franken-Treffen der fränkischen CSU-Bezirksverbände sein, das an der Grenze zwischen den fränkischen Regierungsbezirken über die Bühne geht.
Begrüßung per Handschlag: Die drei fränkischen CSU-Bezirksvorsitzenden Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (im Bild) kamen zum Drei-Franken-Treffen nach Burghaslach.
Begrüßung per Handschlag: Die drei fränkischen CSU-Bezirksvorsitzenden Ex-Wirtschaftsminister Michael Glos, Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich und Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (im Bild) kamen zum Drei-Franken-Treffen nach Burghaslach. Foto: Janosch Priebe

Am Himmelfahrts-Donnerstag sprachen an dem Grenzstein unter anderem Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich, sein bayerischer Kollege Joachim Herrmann und Michael Glos, Bezirksvorsitzender der unterfränkischen CSU.

„Die innere Sicherheit ist fest in fränkischer Hand!“ Joachim Herrmann verstand es in seiner zünftigen Rede in bisweilen polterndem Aschermittwochston, die rund 400 Gäste zu begeistern. Nach ihm selbst als bayerischer Innenminister sei vor kurzem auch das Bundesressort an einen fränkischen CSU-Mann, nämlich Hans-Peter Friedrich aus Naila, im Landkreis Hof, gewandert.

 

Herrmann: "Der Mainstream liegt im christlichen Glauben"

Herrmann, CSU-Bezirksverbandschef aus Mittelfranken, durchpflügte in seiner Rede eher die griffigen Felder christsozialer Politik und betonte altbekannte Positionen: „Bei aller Religionsfreiheit – der Mainstream liegt im christlichen Glauben“, rief Herrmann unter dem Jubel der Anwesenden. Er betonte, dass die CSU als einzige Partei keine „antichristlichen“ Ideen vertrete.

Bezüglich der Euro-Krise kündigte er an, dass „wir uns eine stabile Währung nicht von den Bescheißereien anderer Länder kaputt machen lassen“. Publikumswirksam versprach er, dass der Steigerwald Naturpark bleiben solle.

Bundesinnenminister und Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag, Hans-Peter Friedrich, schlug in seiner Rede leisere Töne an. „Wir Franken sind keine Populisten“, erklärte er und betonte, dass die CSU weiter Unangenehmes aussprechen werde. Deutschland stehe „mittendrin im Fadenkreuz des Terrorismus“. Weil „Wachsamkeit die Voraussetzung der Freiheit sei“, müssten eben Flug- oder Telefondaten eine Weile gespeichert werden.

Friedrich: „Es ist nirgendwo so gut, wie in unserem Land"

Außerdem betonte Friedrich, dass es „nirgendwo so gut ist, wie in unserem Land“, dass dies aber stets zu verteidigen und neu zu erkämpfen sei.

Der dritte im Bunde, Michael Glos, Vorsitzender der unterfränkischen CSU aus Prichsenstadt, nutzte seine Redezeit über Fragen der Tagespolitik für eine eher lustige Darstellung der Franken. So erzählte er vom Wiener Kongress, als Franken Bayern zugerechnet wurde, von Napoleon und Raubzügen der Bayern am fränkischen Kulturgut.

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