Kitzingen

Jahresrückblick (2): Volkach geht baden, Wiesentheid wehrt sich

Jahresrückblick von April bis Juni: Krisen bei René Lezard, der Bäckerei Will und dem Backmaschinen-Hersteller Fritsch – es geht viel Tradition verloren.
Zum 50. Geburtstag des Geiselwinder Freizeitlandes gibt es ein paar Hektar mehr Platz – und ganz viele Chinesen zu entdecken. Foto: René Ruprecht

Den größten Stromausfall seit 20 Jahren erlebt Kitzingen – drei Stunden geht nichts mehr. Derweil zieht die Saisoneröffnung im Freizeit-Land Geiselwind Fernost ein: Zum 50. Geburtstag gibt es ein paar Hektar mehr Platz und ganz viele Chinesen zu entdecken.

Das Leben von Carolin Meyer hat sich seit ihrer Wahl zur Fränkischen Weinkönigin schlagartig geändert. Die 23-Jährige aus dem Casteller Ortsteil Greuth stellt schnell fest: "Das Amt ist ein Vollzeit-Job!" 

Rote Karte für Nacktbader: Der Dettelbacher Baggersee gerät in die Schlagzeilen. Der Stadtrat spricht von Auswüchsen und von Sex am Ufer. Mit strikten Verboten will man die Dinge wieder in den Griff bekommen.

Alpakas erobern die Weinberge: Johanna Fischer erfüllt sich einen Lebenstraum. Mit ihren Alpakas bietet die Hellmitzheimerin jetzt auch Führungen durch die Weinberge an.

Das Volkacher Freibad bleibt Dauer-Thema. Erst soll es nicht mehr öffnen. Dann wird notdürftig geflickt und macht zum Teil auf. Die Zukunft: ungewiss. Die Emotionen: gewaltig.

Der Stammsitz der Bäckerei Will in der Rosenstraße 2 in Kitzingen. Inhaber Marcus Will muss im Mai Insolvenz anmelden. Foto: Andreas Brachs

Die Kitzinger Bäckerei Will hat sich übernommen. Gerüchte gibt es schon seit Monaten, nun steht fest: Sie muss Insolvenz anmelden. Betroffen sind 57 Mitarbeiter.

45 Kilometer radeln bei Traumwetter: Der 13. autofreie Sonntag lockt Fahrradfahrer und Skater in Scharen auf die Straßen entlang des Mains rund um Volkach.

Neues Leben im alten Hafen: Marktsteft bekommt den Zuschlag für die Umweltstation des Landkreises. Die Firma Kräuter Mix blickt auf duftende 100 Jahre zurück. Der Rödelseer Dorfladen schließt. Zum letzten Mal findet die Kulturreihe „Kulturzeichen“ im Landkreis statt. Den Auftakt des Finales bestreitet Iphofen mit Kunst und Musik. 

Beben auf drei Bühnen: In Kitzingen bricht eine Drei-Tage-Party aus, das Stadtfest untermauert seinen Ruf als Besuchermagnet. Ein Spielpark für 700 Kinder: Laut Betreiber Bayerns größter Indoorspielplatz liegt in Dettelbach. Hunderte Kinder können sich gleichzeitig austoben. 

Modenschau: „Sinnlich, modern, kultiviert“: Das Schwarzacher Modeunternehmen René Lezard präsentiert seine Kollektion und wähnt sich aus dem Gröbsten raus. Mit Hilfe eines Investors soll die Zukunft gelingen. Ende des Jahres steht fest: Alles umsonst, Rene Lezard verschwindet vom Markt.

Hoffnung auch in Markt Einersheim: Nach der Insolvenz des Backmaschinen-Herstellers Fritsch zeichnet sich für die 600 Mitarbeiter eine Lösung ab: Das Unternehmen will einen Neustart wagen. Ungewiss ist, wo das sein soll. Der Stammsitz scheint aus dem Spiel zu sein.

Das Tierheim bleibt in Kitzingen: Die Mitglieder des Tierschutzvereins legen fest, dass der Neubau in Kitzingen entstehen soll.

Warteschleife: Der A-3-Ausbau zwischen Biebelried und Geiselwind legt einen Fehlstart hin. Ursprünglich hätte der Baubeginn im Mai sein sollen. Dann stellt sich heraus: Vor dem nächsten Frühjahr passiert nichts; ein ganzes Jahr ist verloren.

Neuer Polizeichef: Nach nur eineinhalb Jahren wechselt der Kitzinger Polizeichef Christian Georgi nach Würzburg. Von dort kommt mit Markus Hack sein Nachfolger. 

Immer für eine Schlagzeile gut ist das Aktionsbündnis der Salatzucht-Gegner: Es mobilisiert in Wiesentheid eine Demo mit 500 Protestierern. Derweil geht ein weiteres umstrittenes Projekt seiner Vollendung entgegen: Der Bau des Weinhotels Römmert schreitet voran, im April ist der Rohbau teilweise schon mit Holz verkleidet.

Die Fritsch Unternehmensgruppe hat Probleme und will ihren Sitz in Markt Einersheim aufgeben. Foto: Andreas Brachs
Ein echter Zankapfel im Jahr 2019: Das Freibad in Volkach aus der Vogelperspektive. Das Luftbild stammt von 2015. Foto: Berthold Diem
Protest: Gegen die "Salatfabrik" wird in Wiesentheid demonstriert. Foto: Dominik Berthel
Auf dem Grundstück von Magdalena Michelsen steht die Wetterstation des Deutschen Wetterdienstes, die 2015 gleich zweimal den Hitze-Rekord in Deutschland gemeldet hat. Im Sommer 2019 wird Kitzingen als heißeste Stadt Deutschlands abgelöst. Foto: Lisa Marie Waschbusch
Sinnlich, modern, kultiviert: Das krisengeschüttelte Modeunternehmen René Lezard zeigte in Schwarzach seine aktuelle Kollektion den Kunden. Ein paar Wochen später streicht das Unternehmen endgültig die Segel. Foto: Andreas Stöckinger

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