RÜDENHAUSEN

Kästner und Kreisler

Spitzzüngig: Mit Erich Kästner und Georg Kreisler beschäftigte sich Heinrich Karl alias „Dschahli“ in Rüdenhausen. Foto: KARL Castell-Rüdenhausen

„Kleinkunst ganz groß“ – unter dieses Motto könnte man den Abend mit Heinrich Karl alias „Dschahli“ stellen. Was der Künstler in seinem zweieinhalbstündigem Programm im Rüdenhäuser „Weinkeller am Schloß“ dem Publikum bot, war anspruchsvoll und unterhaltsam zugleich.

Dass er ausgerechnet Georg Kreisler und Erich Kästner zusammen in ein Programm packte, ist der Liebe zu beiden Künstlern zuzuschreiben. Kästners Gedichte aus den 1930er Jahren sind noch heute aktuell, etwa der „Hymnus auf die Bankiers“. Ebenso das Thema Geburtenrückgang – spitzzüngig beschrieben im Jahr 1928. Heinrich Karl interessiert sich vor allem für die dunklere, ja teilweise frivole, Seite des weltbekannten Schriftstellers Kästner. „Und sie drückt dich zielbewusst an die kuhstallwarme Brust“ lautet ein Satz aus dem Gedicht „Ball im Osten“, der ihm besonders gut gefällt.

Am Klavier begleitete Heinrich Karl, der als Englisch- und Musiklehrer tätig ist, seine im Wiener Dialekt vorgetragenen Couplets von Georg Kreisler, darunter das wohl bekannteste Lied „Tauben vergiften im Park“. Das Publikum und Hausherr Karl Graf zu Castell-Rüdenhausen dankten mit viel Applaus.

Weiteres Programm: Am 22. Februar verwandelt sich der Rüdenhäuser Weinkeller am Schloss in eine magische Unterwelt, wenn ab 19 Uhr Magier „Mosche Karlo” aufritt. Am 29. März gibt es einen literarischen Abend mit Wilhelm Wolpert.

Platzreservierungen sind unter Tel. (09 38 3) 70 44 oder per E-Mail an karl@castell-ruedenhausen.de möglich.

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