Großlangheim

Karsten Droll will in Großlangheim Bürgermeister werden

Karsten Droll will als Chef ins Großlangheimer Rathaus, aber zuvor muss er viel Werbung machen. Erst mit genügend Unterstützern kann er überhaupt in den Wahlkampf starten.
Karsten Droll wurde am Donnerstagabend einstimmig als Bürgermeisterkandidat für die Kommunalwahl in Großlangheim nominiert. Um tatsächlich antreten zu können, braucht er noch die Unterschriften von 50 Großlangheimern, die persönlich im Rathaus erscheinen müssen. Foto: Robert Haaß

Karsten Droll will Bürgermeister in Großlangheim werden. In einer Nominierungsversammlung am Donnerstagabend wählten ihn alle 21 anwesenden Stimmberechtigte ohne Gegenstimme zum Kandidaten für die Wahl am 15. März. Der 47-jährige Landwirt und "Traubenerzeuger", er kandidiert für die "Unabhängige Langemer Kandidatur" ist neben Peter Sterk der zweite Kandidat für dieses Amt.

Und das ist für Großlangheim durchaus ungewöhnlich. Denn auch ältere Großlangheimer konnten sich bei der Versammlung nur ungefähr an eine ähnliche  Situation erinnern. Zum ersten Mal seit über 50 Jahren, so eine Meinung und der Leiter des Wahlausschusses an diesem Abend, Ernst Hart, sagte seit dem Krieg gab es erst einmal die Möglichkeit für die Großlangheimer, unter mehreren Kandidaten auszuwählen.

Die Arbeit im Gemeinderat soll transparenter werden

Schon vor sechs Jahren hatte Karsten Droll erste Überlegungen angestellt, sich für das Amt zu bewerben. Da allerdings Amtsinhaber Karl Höchner damals noch einmal antrat, verzichtete er. Vor rund einem Jahr reifte die Entscheidung für eine tatsächliche Kandidatur für den gelernten Metallschlosser, der seine Ausbildung zum Maschinenbauingenieur und technischen Betriebswirt erweiterte. Nach zehn Jahren in einem großen Betrieb wechselte er dann in die Landwirtschaft und den Weinbau.

Natürlich möchte er nach einer erfolgreichen Wahl die begonnenen Projekte in der Gemeinde fortsetzen, etwa den Anschluss an die Kläranlage oder den Ausbau des Kindergartens. Ebenso gibt es aber etliches "was man in einer lebendigen Gemeinde neu machen kann", so Droll. Als Fachberater in der Führungsgruppe Katastrophenschutz am Landratsamt sieht er da etwa die öffentliche Sicherheit, die gestärkt werden könnte.

Nur gemeinsam kommt man weiter

Auch wenn der Amtsinhaber hier schon gut gearbeitet habe: Nach weiteren Fördergeldern schauen ist wichtig und das zusammen mit den anderen VG-Gemeinden, um damit auch gemeinsam und gemeinschaftlich voran zu kommen. "Die VG muss gelebt werden", sagte Droll. Als Landwirt sehe er den Konflikt zwischen seinem Berufsstand und der Bevölkerung, der aber auch in vertretbarer Weise gelöst werden könne, etwa durch verstärkte Umsetzung von "Landschaftselementen". Hier sei die Gemeinde auf einem gutem Weg, der aber ausgebaut werden kann.

"Nur gemeinsam kommt man in der Gemeinde weiter", so der Kandidat, der die Öffentlichkeitsarbeit der Gemeinde verbessern will, etwa durch mehr Bürgerversammlungen und die Einbindung der Großlangheimer in die Arbeit des Gemeinderats, die auch transparenter werden sollte. Und "etwas spärlich aufgestellt" sieht Droll zudem den Bereich "Kinder-, Jugend-, Familien- und Seniorenarbeit".

Um am Ende am 15. März auch tatsächlich als Kandidat für das Bürgermeisteramt auf dem Wahlzettel zu stehen, muss Karsten Droll noch eine Hürde nehmen: Er braucht die Unterschriften von 50 Unterstützern, die sich persönlich im Rathaus in die entsprechende Liste eintragen müssen.

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