Kitzingen

Katharina Schulze in Kitzingen: Wirbelwind im Brückeneck

Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Landtag, wirbelte im roten Kleid durchs Kitzinger Brückeneck und freute sich nicht nur über die guten Prognosen.
Mittendrin präsentierte Katharina Schulze Grüne Politik in Kitzingen. Foto: Robert Haaß

"Oberbürgermeisterkandidatin: Das klingt schön." Katharina Schulze, Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bayerischen Landtag, kann sich am Freitagabend eines breiten Lächelns nicht erwehren, als ihr im Kitzinger Brückeneck mit Andrea Schmidt tatsächlich eine Frau als Grüne Kandidatin für den Chefsessel im Kitzinger Rathaus vorgestellt wird. Denn Frauen - das ist eines der zentralen Themen, die sie an diesem Abend anspricht.

Gerade kommt sie, natürlich mit dem Zug, aus Würzburg, wo die Grüne Landtagsfraktion ihre traditionelle Klausur beendet hat. Ermüdung nach einigen Tagen konzentriertem Arbeiten? Katharina Schulze doch nicht. Kaum angekommen, schon das von der Presse gewünschte Gruppenfoto: "Was wir haben, das haben wir." Zwei Minuten Pause für die Landespolitikerin, in denen Ortssprecherin Eva Trapp begrüßt und verspricht: "Wir machen eine lockere Veranstaltung", dann geht es für Schulze schon weiter.

Das rote Kleid wirbelt – Aufwind geben auch die 25 Prozent

Mittendrin zwischen den Tischreihen steht sie im roten Kleid, rastlos, ruhelos, dauernd in Bewegung, gestikulierend, sich drehend, damit auch jeder vor, hinter, links und rechts von ihr etwas versteht. Und natürlich kommen gleich zu Beginn die 25 Prozent, die den Grünen gerade bei einer Umfrage im Falle einer Landtagswahl am Sonntag prognostiziert wurden. Das gibt Aufwind, das gibt auch gleich Beifall und gute Stimmung im Lokal, diesen Rückenwind in der Bevölkerung wollen die Grünen auch für die Kommunalwahlen im März nutzen.

Gruppenbild mit Herr: Klaus Sanzenbacher, Vorsitzender LBV-Kreisverband Kitzingen, die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Landtag Katharina Schulze, Stadträtin Andrea Schmidt und die Ortssprecherinnen Eva Trapp und Christa Büttner (von links). Foto: Robert Haaß

Dauerthema ist da der Verkehr, den die Partei mit einer "Grünen Mobilitätsgarantie" entzerren wollen: In jedem Ort mit mehr als 200 Einwohnern soll es von 5 Uhr bis Mitternacht mindestens im Stundentakt öffentlichen Personennahverkehr geben. Und das garantiert, denn, so Schulzes Antwort auf eine Frage zum Nulltarif beim ÖPNV: "Was nutzt es, wenn der Bus nichts kostet, aber keiner fährt?"

Schulze bekennt: "Wir sind auch eine feministische Partei"

Schneller raus aus Kohle und Gas, schneller rein in die alternativen Energien ist genauso Thema in der kurzen Präsentation, wie das gesellschaftliche Klima: "Wenn sich die Bewerber aus der Herzkammer der Demokratie, der Kommunalpolitik, zurückziehen, dann geht das gar nicht", sagt sie zur Bedrohung von Kommunalpolitikern.

"Wir sind auch eine feministische Partei", bekennt Schulze und geht darauf ein, dass neun von zehn Rathäusern in Bayern von Männern geführt werden. "Wir leben im Jahr 2020", sagt sie, 101 Jahre nachdem Frauen Wahlrecht bekommen haben. Und da will sie nicht noch einmal 101 Jahre warten, bis die Gleichberechtigung auch auf anderen Feldern umgesetzt ist.

Nach zehn Minuten Wirbelwind längst keine Pause, Katharina Schulze widmet sich den Besuchern sitzt mal hier, mal da am Tisch, beantwortet Fragen, hört sich Vorschläge an und freut sich einfach, mittendrin unter den Menschen in Kitzingen zu sein.

Im Gespräch vertieft: Katharina Schulze (links) in Kitzingen. Foto: Robert Haaß

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