KITZINGEN

Kinder kosten die Stadt Kitzingen mehr Geld

Die Erweiterung des Kindergartens „Sonnenschein“ in der Kitzinger Siedlung wurde 15 Prozent teurer als gedacht. Foto: Jürgen Sterzbach

Punkt für Punkt aus den Ausschüssen der Stadt Kitzingen notiert:

• 15 Prozent teurer als veranschlagt, wurde die abgeschlossene Erweiterung des Kindergartens „Sonnenschein“ in der Kitzinger Siedlung um 25 Kindergartenplätze.

Statt 1,27 Millionen Euro muss die Stadt am Ende 1,46 Millionen Euro dafür zahlen. Den Mehraufwand begründete die Verwaltung unter anderem damit, dass Altlasten in Form von Müll im Baugrund gefunden wurden, die entsorgt werden mussten. Weitere Kosten entstanden durch höhere Anforderungen an die Statik und eine Schlechtwetterperiode in der Bauzeit. Außerdem sorgte die hohe Auslastung der Baufirmen für steigende Preise.

Der Finanzausschuss stimmte der Kostenmehrung in der jüngsten Sitzung zu und genehmigte den Aufschlag von rund 87 000 Euro einstimmig.

• Auf unbestimmte Zeit verlängerte der Ausschuss dem Kita-Bus-Betrieb für die Beförderung von Asylbewerber-Kindern aus den Gemeinschaftsunterkünften in die Kindertagesstätten der Stadt Kitzingen zu.

Der Ausschuss war mit 10:3 für diese Regelung. Die Gründe: Zum einen ist der Weg für die Kinder sehr weit, zum anderen dient der Kita-Besuch der schnelleren Integration der neuen Mitbürger.

Auf die Stadt kommen in diesem Jahr 40 000 Euro für die Kinderbeförderung zu, weil die bisherige staatliche Förderung ausläuft. Die Eltern beteiligen sich mit 20 Euro pro Monat beim ersten und zehn Euro bei jedem weiteren Kind, was in der Summe 5000 Euro einbringt. Da der Ausschuss die bisherigen Integrationsbemühungen nicht nach zweieinhalb Jahren einstellen will, hat er der unbefristeten Fortführung des Busprogramms zugestimmt.

• Der Verwaltungs- und Bauausschuss des Kitzinger Stadtrats befasste sich mit zwei Baugebieten von Nachbargemeinden. Rödelsee ändert seinen Flächennutzungsplan und Biebelried will im Ortsteil Kaltensondheim den Bebauungsplan „Pförtlein“ aufstellen. Die Ausschussmitglieder nahmen die Vorhaben zur Kenntnis und stimmten ihnen im Rahmen der Beteiligung als Nachbarkommune ausnahmslos zu.

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