Marktbreit

"Kiss and Go-Zonen" vor dem Kindergarten in Marktbreit?

Mehr Fachwerk geht nicht: Der Malerwinkel in Marktbreit. Im Stadtrat wurde diskutiert, ob sich die Stadt der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte anschließen solle. Foto: Robert Haaß

Rund 50 Kinder mehr könnten nach erfolgreicher Sanierung und Erweiterung des evangelischen Kindergartens in die Einrichtung gehen. Wie sähe es dann mit dem Bring- und Holverkehr in der Sackgasse vor der Einrichtung aus, lautete eine Frage von Harald Damm in der Marktbreiter Ratssitzung am Montagabend.

Es sei schwierig mit den Eltern heutzutage, so die einhellige Meinung am Ratstisch, denn an Verkehrszeichen werde sich vor Schulen und Kindergärten kaum gehalten. "Wir haben nur die Chance, das zu dulden", sagte SPD-Mann Harald Kopp. Und Heinz Galuschka brachte "Kiss and go-Zonen" im Umfeld ins Gespräch, wie sie derzeit in Höchberg getestet werden. Ob das "Küsschen und gehen" in Marktbreit klappt, das werden erst die Nachfolger im Rat testen können – wenn sie denn wollen.

Mehr Stellplätze für Autos

Noch einmal zum Planer geht die Sanierung des ehemaligen Schlecker Anwesens in der Ochsenfurter Straße. Dort sollen laut Beschlusslage im Ober- und Dachgeschoss insgesamt neun Wohnungen entstehen. Das Erdgeschoss, so die jüngste Planvorlage, kann fünf Parkplätze und Lagerräume für die Wohnungen und einen größeren sonstigen Raum beherbergen. Fünf weitere Parkplätze sollen vor das Haus.

Da solle sich der Planer noch einmal Gedanken machen und wenn möglich mehr Stellplätze für Autos ins Erdgeschoss packen, auch wenn das durch unterschiedliche Höhen in diesem Bereich nicht einfach werde. Ob der Platz vor dem Gebäude tatsächlich als Abstellfläche für Fahrzeuge genutzt wird oder in eine Gesamtgestaltung des Umfelds mit dem Kreuzungsbereich eingebunden werden kann, wollen die Räte später diskutieren.

Marktbreit in die AG Fachwerkstädte?

"Touristisch gesehen ist das eine tolle Sache", so kommentierte der Referent für Tourismus in Marktbreit, Harald Damm, den Vorschlag von Bürgermeister Erich Hegwein, die Stadt sollte sich der Arbeitsgemeinschaft Deutsche Fachwerkstädte anschließen. Dieser Verbund möchte sich um eine Fachwerkroute in Franken erweitern und wirbt dafür gerade in der Region.

Die Reaktion im Rat reichte von Begeisterung, etwa der Möglichkeit zur bundesweiten Vermarktung der Stadt für günstiges Geld, wie es Heinz Galuschka sah, bis hin zu Skepsis, etwa durch Maria Luise Thein. Sie sah Probleme mit der Gastronomie in Marktbreit, die nicht immer für Gäste bereit stehe. Martin Näck äußerte Zweifel, "weil Marktbreit nicht die Menge an Fachwerkhäusern hat".

Damms Konter: "Wir haben aber das Malerwinkelhaus", dem kaum etwas entgegenzusetzen war. Am Ende gab es eine klare Mehrheit für den Beitritt zur Arbeitsgemeinschaft und der Gemeinschaft Deutsche Fachwerkstraße für vorerst fünf Jahre. Die Kosten: rund 2500 Euro pro Jahr.

Ein Teil der Stützwand der Kapellensteige muss außerdem erneuert werden. Die Räte ermächtigten den Bürgermeister, die entsprechenden Aufträge zu vergeben.

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