Wiesentheid

Klaus Köhler tritt in Wiesentheid als Bürgermeisterkandidat an

Mit Klaus Köhler soll ein Politik-Neuling für die Freien Wähler ins Wiesentheider Rathaus einziehen. Eine Überraschung, rechneten doch viele mit einem anderen Namen.
Der Bürgerblock Wiesentheid schickt Klaus Köhler (Mitte) ins Rennen um den Bürgermeister. Heinrich Wörner (rechts) und der Vorsitzende der Freien Wähler, Niklas Kapp, gratulierten zur einstimmigen Nominierung. Foto: Andreas Stöckinger

Der Bürgerblock in Wiesentheid hat mit Klaus Köhler einen für viele überraschenden Kandidaten für den Posten des Bürgermeisters nominiert. Der 51-Jährige trat bislang politisch nicht in Erscheinung und wurde nun einstimmig von den Mitgliedern in das Rennen gegen Amtsinhaber Werner Knaier (CSU) geschickt.

Ein unbeschriebenes Blatt für das Bürgermeisteramt

Der Vorsitzende der in Wiesentheid im Bürgerblock organisierten Freien Wähler, Niklas Kapp,  gab eingangs der Versammlung die Richtung vor. Der Bürgerblock wolle Dinge verändern, aufbrechen. Die Atmosphäre im Gemeinderat müsse sich ändern. „Für uns ist wichtig, das frisches Blut reinkommt. Wir brauchen ein Oberhaupt, das neu ist, ein unbeschriebenes Blatt, das dennoch fähig ist, Wiesentheid voran zu bringen. Jemand, der das Gremium führen kann“, sagte Kapp.

Mit dieser Mannschaft tritt der Bürgerblock in Wiesentheid für die Wahlen zum Gemeinderat 2020 an. Foto: Andreas Stöckinger

Köhler stellte sich kurz vor und nannte die Gründe für seine Kandidatur. Seine Wurzeln liegen in Wiesentheid, wo er aufwuchs und lebte. Zwischendurch wohnte und arbeitete Köhler zwölf Jahre in München, Ende 2017 zog er mit seiner Frau Jutta wieder nach Wiesentheid. Dort hatte er sich bereits vor seinem Wegzug im Bürgerblock engagiert.

Schärfe aus den Debatten nehmen

Der gelernte Bankfachwirt, der im Bereich des Finanzmanagements tätig ist, bezeichnete sich als „großer Freund von Transparenz und Kommunikation".  Demokratie lebe von unterschiedlichen Meinungen, er wolle vor allem die zuletzt im Wiesentheider Rat herrschende Schärfe aus den Debatten bringen und ein Bürgermeister für alle Wiesentheider werden.

In der Versammlung streifte der dritte Bürgermeister Heinrich Wörner die vergangenen fünfeinhalb Jahre im Gemeinderat, dominierendes Thema der vergangenen Wochen: die Salatfabrik. Dass der Bürgerblock eine bewegte Zeit hinter sich hat, ließ sich später bei der Vorstellung der Kandidaten für die Liste zur Gemeinderatswahl heraus hören. Dabei sprach Ehrenmitglied Alfred Rückel für seinen Sohn Michael, der nicht zur Versammlung gekommen war. Die Gruppierung habe im November nach dem Verlassen einer Gemeinderatssitzung einiger Räte vor dem „Auseinanderdriften“ gestanden. Es habe, so Rückel weiter, dafür Kritik von außen gegeben.

Viele Wiesentheider hatten Michael Rückel, Fraktionssprecher der Freien im Gemeinderat als Kandidaten für den Bürgermeisterposten erwartet. Er verzichtete allerdings darauf. Auf der Liste für den Gemeinderat steht er auf Platz fünf.

Die Listenplätze in der Reihenfolge: Klaus Köhler, Heinrich Wörner, Hans Müller, Julia Lang, Michael Rückel, Harald Rößner, Stefan Maurer, Niklas Kapp, Christine Ehrenfels, Wolfgang Heumann, Laura Fischer, Marco Schwarz, Dominik Bachmeier, Elmar Wächter, Heinfried Hahn und Ralf Trump. Ersatzleute sind Hans-Peter Dürr und Tobias Kapp.

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