Großlangheim

Klimawandel wirkt sich auf Wasserpreis aus

Zum 1. Juli 2020 wird der Wasserpreis erhöht – von 1,05 auf 1,20 Euro. Foto: Daniel Reinhardt

"Der sich abzeichnende Klimawandel wird eine zunehmende Herausforderung für die Wasserwirtschaft", verlas Großlangheims Bürgermeister Karl Höchner in der Ratssitzung am Dienstagabend aus dem Schreiben der Fernwasserversorgung Franken (FWF), als es um die Erhöhung des Wasserpreises zum 1. Juli 2020 ging. Er wird "nach mehr als neun Jahren Preiskonstanz" von derzeit 1,05 auf 1,20 Euro plus Umsatzsteuer pro Kubikmeter erhöht. Der Großlangheimer Rat stimmte geschlossen dafür, die örtliche Anhebung des Wasserpreises maßvoll vorzunehmen. 

In dem Schreiben verwies die FWF darauf, dass die Trinkwasserversorgung als eine "Selbstverständlichkeit" hingenommen werde, "ungeachtet dessen steigen die Herausforderungen und es waren die Sommer 2018 und 2019, die den Stellenwert einer leistungsfähigen Versorgung für viele haben spürbar werden lassen". Da jedoch Versorgungssicherheit und Qualität ihren Preis hätten, müssten in Zeiten steigender Anforderungen und angesichts höherer Investitionen bei gleichzeitig steigenden Kosten "die auf dem Solidarprinzip basierenden Wasserpreise angepasst werden", wie der Bürgermeister aus dem Schreiben verlas.

Für die Verteuerung gibt es viele Gründe

Zu den vielfältigen Gründen der Verteuerung gehören nach Aussage der FWF auch der Nachholbedarf aufgrund der Jahresverluste von 2011 bis 2018, Preis- und Tariferhöhungen beim Bezug von Waren und Dienstleistungen, erhöhte Wasserpreise der Vorlieferanten und gestiegene Stromkosten. Als weiterer Grund für die Preisanhebung wurde die Zukunftssicherung der Trinkwasserversorgung genannt. Eine Studie habe ergeben, dass bis 2040 ein Investitionsbedarf von rund 218 Millionen Euro für die technischen Anlagen anstehen werde.

In der Wasserpreiskalkulation wurden auch die Investitionsmaßnahmen bis 2026 berücksichtigt, "so dass die Festschreibung des neuen Preisniveaus bis Ende 2023 möglich ist". Von der FWF wurde eine Umstellung des geltenden Preissystems ab 2024 angekündigt.

Fehrer baut eine neue Logistikhalle im Gewerbegebiet

Dem Großlangheimer Rat lag außerdem der Bauantrag der Firma Fehrer Automotive zum Neubau einer Logistikhalle im Gewerbegebiet östlich der schon bestehenden Werkhallen vor. Die Halle wird eine Länge von 79,75 Metern, eine Breite von 20 und eine Wandhöhe von 7,29 Metern haben. Zufahrt, Wasser und Kanal sind vorhanden, das Wohngebiet wird durch die ehemalige Bahnlinie abgegrenzt. Das Ratsgremium stimmte dem Vorhaben geschlossen zu.

Der "Junge Frankn Glubb" (Anhänger des FC Nürnberg) hat im ehemaligen Gasthaus Zur Schwane ein Vereinsheim eingerichtet und stellte bei der Gemeinde den Antrag auf finanziellen Zuschuss von 100 Euro für die Einrichtung. Da die Clubmitglieder nach Aussage des Bürgermeisters auch beim Weinfest mithelfen, gab es zum Antrag keine Gegenstimme.

Ein Name, den auch der Bürgermeister nicht kannte

Herbert Pfriem ging auf die Pflege der Windschutzhecke auf der Kranzerhöhe ein. Als er den alten Flurnamen "Kerschnera" erwähnte, der von früheren Kirschbäumen in diesem Bereich stammt, war sogar der Bürgermeister überrascht: "Den hab` ich auch noch nicht gekannt".

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