Wiesentheid

Kolpingfamilie Wiesentheid: Preis für Freundschaft mit Rouillac

Stolz präsentieren die Sieger des Partnerschaftspreises ihre Urkunden. Das Foto zeigt Gewinner und Gratulanten mit Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel (links), Vorsitzender der Wiesentheider Kolpingsfamilie Wolfgang Stöcker (Dritter von links) sowie die Bezirksrätinnen Gerlinde Mar... Foto: Florian Hiller

Den in diesem Jahr mit 4000 Euro dotierten "Partnerschaftspreis für besondere Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene" hat Bezirkstagspräsident Erwin Dotzel am Dienstag an die Kolpingfamilie Wiesentheid und an die Blaskapelle Aidhausen (Lkr. Haßberge) verliehen. Die beiden Preisträger aus der Zielgruppe Sport, Soziales, Kultur und Medien überzeugten die Jury nicht zuletzt aufgrund ihrer Nachhaltigkeit und ihres herausragenden Engagements, heißt es in einer Pressemitteilung.

So gehen die Kontakte der Kolpingsfamilie Wiesentheid mit der Stadt Rouillac auf die seit 1972 existierende Partnerschaft zwischen den beiden Städten zurück. Das 25-jährige Jubiläum der Unterzeichnung des Elysée-Vertrags hatte die Kolpingsfamilie 1988 zum Anlass genommen, einen Staffellauf in die Partnerstadt zu organisieren. Seitdem habe sich das Projekt permanent weiterentwickelt, wie Dotzel in seiner Laudatio sagte. Nach dem 1988er Staffellauf hätten die Sportler des Rennrad-Vereins aus der Partnerstadt 1989 die Staffel zurück nach Wiesentheid gebracht. „1998 fuhren die Wiesentheider die Staffel per Rad wiederum in die Partnerstadt.“

Mit dem Rad nach Frankreich

2003 sei es dann zu einer Rennrad-Fahrt von Wiesentheid nach Rouillac und 2013 zu einer Lauf- und Radstaffel von Wiesentheid nach Rouillac gekommen. 2017 habe die Kolping-Radgruppe am 45-jährigen Partnerschaftsjubiläum in Rouillac teilgenommen, wo einige Fahrradtouren vor Ort stattfanden. „Und in diesem Jahr war die Kolping-Radgruppe am Partnerschaftstreffen der beiden Gemeinden auf halber Strecke im Jura dabei und nahm am mehreren gemeinsamen Fahrradtouren teil“, lobte Dotzel.

Wolfgang Stöcker, Vorsitzender der Kolpingsfamilie, hob bei seiner Ansprache hervor, dass durch die langjährigen Beziehungen nach Frankreich inzwischen viele Freundschaften entstanden seien. Beim Einzug in Rouillac seien sie mit einem großen Empfang begrüßt worden. „Es war eine sehr herzliche und freundliche Atmosphäre – wir haben uns zu jeder Zeit wohl gefühlt“, schilderte Stöcker die Erlebnisse. Die Jury sei nicht zuletzt von dem hohen Organisationsaufwand und den langen Planungs- und Trainingsphasen beeindruckt gewesen.

Musik ist mehr als eine Freizeitbeschäftigung

In seiner Ansprache hatte der Bezirkstagspräsident betont, die Europäische Union und die kommunale Familie seien wie zwei Seiten einer Medaille. Beide brauchten einander, und beide gehörten zusammen. „Denn die Begegnungen der Menschen finden an der Basis statt. Nicht in Brüssel und nicht in Straßburg, wo weitreichende Entscheidungen fallen, sondern vor Ort, in den Kommunen“, betonte Dotzel. Der Bezirk Unterfranken fördere daher laut einer Pressemitteilung die Partnerschaft zwischen unterfränkischen und französischen Kommunen nach Kräften.

Den Partnerschaftspreis lobt der Bezirk Unterfranken seit 2002 aus, um die besonderen Verdienste um die deutsch-französische Partnerschaft auf Bezirks- und Gemeindeebene zu würdigen. In diesem Jahr habe der Preis die Zielgruppe „Sport, Soziales, Kultur und Medien“ in den Fokus gestellt, weil Sport und Musik mehr seien als Freizeitbeschäftigungen. „Sie verbinden die Menschen über alle Grenzen hinweg Menschen“, betonte der Bezirkstagspräsident.

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