Kitzingen

Kommentar zur Ampelschaltung: Rücksicht nehmen

Die Ampeln im Kitzinger Stadtgebiet sind ein Kompromiss. Deshalb sollten Verkehrsteilnehmer nach dem Motto handeln: leben und leben lassen, findet unser Autor.
Fußgängerampel an der B 8 in der Kitzinger Siedlung: Claudia Biebl von der Stadtverwaltung wartet auf die Grünphase. Foto: Andreas Brachs

Zugegeben: Der Verkehr in Kitzingen kann nerven. Eine Bundesstraße, die quer durch die Stadt verläuft, ist schon ein Ärgernis an sich. Die Anwohner ärgern sich über den Verkehr, die Autofahrer über eine fehlende grüne Welle, die Fußgänger über lange Wartezeiten an der Ampel. In der Siedlung kann man an besonders breiten Stellen gar das Gefühl bekommen, eine Autobahn zerschneidet das Wohngebiet in zwei Teile. 

Bei dieser Gemengelage kann man nicht allen Bedürfnissen gerecht werden. Folglich sind die Ampeln entlang der Bundesstraße ein Kompromiss, mit dem das Staatliche Bauamt versucht, den Verkehr am Laufen zu halten und dabei besonders schwache Verkehrsteilnehmer, wie Fußgänger, zu schützen. Deshalb sind die Grünphasen der Fußgängerampeln auch etwas länger als unbedingt nötig. – Etwas.

Auf das Recht des Stärkeren verzichten

Warum gibt es trotzdem immer wieder Beschwerden? Wenn Fußgänger, die bei Grün die Fahrbahn betreten, erst bei Rot auf der anderen Straßenseite ankommen, ist das rechtlich überhaupt kein Problem. Aber sie werden bisweilen von wartenden Autos angehupt oder in geringem Abstand passiert. Das löst ein Gefühl von Unsicherheit aus, gerade bei älteren Menschen oder bei Kindern.

Dagegen gibt es nur ein Mittel: Rücksicht nehmen, als stärkerer Autofahrer Geduld üben, vielleicht auch mal auf das Vorfahrtsrecht verzichten. Ampeln können viel regeln, aber nicht alles.

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