KITZINGEN

Kontinuität und Nachhaltigkeit prägen die Arbeit der Lebenshilfe

Gewählt und geehrt: Vorsitzender Karl-Heinz Rebitzer (von links) mit seinen Stellvertretern Günter Voit und Johann Bittner bilden weiterhin die Führungsspitze der Kitzinger Lebenshilfe und Manfred Markert verantwortet die Geschäftsführung. Urkunden gingen an die treuen Mitglieder Elisabeth Grüner-Harrelson, Eugen Reifenscheid, Lotte Stampfer, Eugen Reifenscheid und Markus Roth. Foto: Hartmut Hess

Die Vereinsarbeit in der Kitzinger Lebenshilfe ist ebenso von Kontinuität geprägt, wie auch von der Nachhaltigkeit von der Arbeit mit gehandicapten Kindern und Jugendlichen. Denn der Vorsitzende Karl-Heinz Rebitzer erhielt bei den Neuwahlen in der Jahreshauptversammlung ebenso einen einstimmigen Vertrauensbeweis wie auch seine Stellvertreter Johann Bittner und Günter Voit. Mitglieder im Vereinsausschuss sind Ingrid Lang, Helga Deigl und Bernd Lussert, als Kassenprüfer fungieren Karl-Heinz Siegler und Norbert Riedel.

Karl-Heinz Rebitzer dankte den Mitarbeitern der Lebenshilfe-Einrichtungen und den Ehrenamtlichen in der Vereinsarbeit. Der Höhepunkt in der Amtsperiode sei das Jubiläumsjahr 50 Jahre Lebenshilfe gewesen. Die Arbeit der Lebenshilfe sei von der Kreis- bis zur Landesebene vom Bundesteilhabegesetz und dem Schulfinanzierungsgesetz geprägt gewesen. Erfolgreich habe die Lebenshilfe Gespräche zum Neubau eines Wohnheims für gehandicapte Menschen mit hohem Hilfebedarf geführt. Diese Menschen konnten inzwischen in dem Wohnheim in der Kitzinger Siedlung einziehen. Das St. Josefs-Stift aus Eisingen hat sich dafür als Betreiber zur Verfügung gestellt. Die Mainfränkischen Werkstätten als Einrichtung der Elternvereinigung Lebenshilfe habe eine unvorhergesehene Veränderung durch die Insolvenz des Kartoffelschälbetriebs erlebt. Dafür konnte aber der Geschäftsbereich Aktenvernichtung ausgebaut werden.

Geschäftsführer Manfred Markert bedauerte, dass die bürokratischen Hindernisse leider weiter zunehmen würden. Er monierte, dass wegen stockender Verhandlungen mit den Krankenkassen die Frühförderung nicht leichtfertig aufs Spiel gesetzt werden dürfe. In der Frühförderstelle wurden im Jahr 2017 fast 300 Kinder und ihre Eltern unterstützt, wie die Leiterin Brigitte Sauer-Geipel mitteilte. Auch in der schulvorbereitenden Einrichtung, der St. Martin-Schule und der heilpädagogischen Tagesstätte gelte es, so manchen Stein aus dem Weg zu räumen. Die Qualität der Einrichtung mit ihren einzelnen Bereichen zeige sich dadurch, dass manche Eltern schon zwei Jahre im Voraus Kinder anmelden würden und derzeit mit 97 Schülern eine Klasse mehr unterrichtet werde. Die Schule ist für zehn Klassen ausgelegt und deswegen muss eine Klasse weiterhin im Handarbeitsraum nutzen, wie Schulleiter Norbert Zinsmeister erläuterte.

„Unsere Schule ist weiterhin defizitär weil der Topf des Schulfinanzierungsgesetzes nicht genug gefüllt ist“, sagte Manfred Markert und dankte dem Landkreis mit der anwesenden Landrätin Tamara Bischof für die finanzielle Unterstützung und dem Bezirk über Gelder aus einer Härtefallregelung. Einen umfangreichen Bericht gab die Leiterin der heilpädagogischen Tagesstätte Heike Schlee ab.

In den Mainfränkischen Werkstätten am Standort Kitzingen sind laut Werkstattleiter Günter Müller 160 Mitarbeiter beschäftigt, sowie 53 in Schwarzenau. Finanzvorstand Günter Voit informierte über ein Jahresvolumen des Vereins von 3,95 Millionen Euro, wovon alleine die Personalkosten drei Millionen Euro ausmachen. „Dieser Fakt dokumentiert, dass bei uns der Mensch im Mittelpunkt steht“, so Voit. Er vermeldete einen Anstieg der Spenden im vergangenen Jahr auf 41 000 Euro und lobte, dass einige Vereinsmitglieder freiwillig mehr Mitgliedsbeitrag überweisen. Die Logopädinnen Monia Lang, Alexandra Faustmann und Berenice Höher schilderten in einem Fachvortrag die unterstützte Kommunikation zwischen Sozialpädagogen und Betreuern mit den Kindern. Von Gebärde-Elementen über Step-by-Step-Systemen bis zu Tablet-Talkern reichen die Formen der unterstützten Kommunikation und Monia Lang erzählte aus den Alltagserfahrungen, dass die Kinder am Tablet schneller lernen würden als Erwachsene.

Geehrte: 40 Jahre: Elisabeth Jonietz, Christa Keck, Ferdinand Fell, Manfred Dölger, Paul Plewe; 20 Jahre: Marion und Eugen Reifenscheid, Martin Hering, Karl Wolf, Eckhard Himmel, Andrea Jäcklein, Doris Haeffner, Lotte und Markus Stampfer, Thomas Schmid, Günther Barthelme, Manfred Roth, Bernhard Irmler, Cornelia Feth, Alfred Hannweber, Doris Weidlich, Monika Schätzlein, Rudi Fischer, Marion Gehring, Hubert Nöth; 10 Jahre: Rolf Landeck, Hanna Fleckenstein, Elisabeth Grüner-Harrelson.

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