Iphofen

Kreis-SPD stellt sich hinter Iphöfer  Kandidaten Kößler

Nach der harschen Kritik am Iphöfer Bürgermeisteranwärter Jürgen Kößler erklärt sich die Landkreis-SPD solidarisch mit ihm. Angriffe aus den eigenen Reihen weist sie zurück.
Jürgen Kößler (42) ist der Bürgermeister-Kandidat der Iphöfer SPD für die Kommunalwahl 2020. Foto: SPD

Die Landkreis-SPD stärkt ihrem in die Schusslinie geratenen Iphöfer Bürgermeisterkandidaten Jürgen Kößler den Rücken und reagiert damit auf Kritik aus den eigenen Reihen. „Jürgen Kößler ist sehr kompetent, überaus fleißig und solidarisch und damit bestens für die Ämter, für die er sich zur Wahl stellt, befähigt“, wird Eva-Maria Weinmann, Spitzenkandidatin der SPD für den Kreistag, in einer Pressemitteilung der SPD-Bezirksgeschäftsstelle zitiert. Auch der SPD-Kreisvorsitzende Heinz Galuschka weist die insbesondere vom Iphöfer SPD-Stadtrat Otto Kolesch vorgebrachte Kritik an Kößler zurück.

Kolesch hatte dem 42-jährigen Ortsvereins-Vorsitzenden in einem Artikel dieser Redaktion vom 13. November die Eignung für das Amt des Bürgermeisters abgesprochen. „Wir brauchen eine starke Persönlichkeit, die auf Leute zugeht, eine Verwaltung führen kann, sich finanzpolitisch auskennt und einen guten Draht zur örtlichen Wirtschaft hat. Kößler erfüllt keinen dieser Punkte“, sagte Kolesch.

Kolesch und Hartmann greifen Kößler an

Unterstützt wurde er von Stadtratskollege Bernd Hartmann, der Kößler vorwarf, sich nicht mit ihnen als amtierende Stadträte über seine Bürgermeister-Kandidatur abgestimmt zu haben. Kößler geht bei der Kommunalwahl im März 2020 ins Rennen um die Nachfolge des seit 1990 amtierenden Josef Mend (Freie Wähler). Für die Freien Wähler bewirbt sich Dieter Lenzer, die CSU hat sich bislang nicht erklärt.

In der Stellungnahme der Kreis-SPD heißt es, die Kandidatur Kößlers sei „bereits seit längerer Zeit in der Iphöfer SPD angekündigt und von dieser positiv aufgenommen und ausdrücklich unterstützt worden“. Kolesch, der die SPD seit 1990 im Iphöfer Stadtrat vertritt, sei dagegen „selten bis gar nicht bei Ortsvereinssitzungen und -versammlungen zugegen“ und habe weder bei den Beratungen bezüglich der Bürgermeisterkandidatur noch der Stadtratsliste mitgewirkt.

Galuschka vermisst Fairness und Solidarität

„Dass Kolesch nun den Termin der Aufstellungsversammlung gewählt hat, um alle vorher getroffenen Entscheidungen, an denen er offensichtlich nicht mitwirken wollte, zu kritisieren und den bereits nominierten Bürgermeisterkandidaten zu diskreditieren, widerspricht allen Geboten der Fairness und der Solidarität“, wird der Kreisvorsitzende Galuschka zitiert.

Kößler selbst hatte auf Anfrage dieser Redaktion alle ihm per Mail zugesandten Fragen beantwortet, sich aber aus dem Streit um seine Kandidatur weitgehend herausgehalten. „Meine Bereitschaft für die Bürgermeister-Kandidatur hatte ich intern bereits vor etwa zwei Jahren bekundet, nachdem dieser Wunsch von einer Reihe von Mitgliedern geäußert worden war“, erklärte er. Und weiter: „Die jeweiligen Beschlüsse (. . .) wurden mit deutlichen Mehrheiten gefasst.“

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