GEISELWIND

Lärmschutz für Geiselwind kommt - nur wann?

Der sechsspurige Ausbau der Autobahn A3 wird kommen, in seiner kompletten Länge und mit dem nötigen Lärmschutz: Dieses Versprechen gab Dorothee Bär, Staatsekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, beim Drei-Franken-Treff der CSU-Bezirke Unterfranken, Mittelfranken und Oberfranken am Dreifrankenstein bei Geiselwind.
Etwa 300 Zuhörer waren zum traditionellen CSU-Treffen an Christi Himmelfahrt zum Dreifrankenstein bei Geiselwind gekommen, um den Reden der Politiker zuzuhören. Foto: Guido Chuleck

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Dreifrankentreffen 2015

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"Es ist eine sehr wichtige Autobahn, und sie hat auch eine hohe Bedeutung im Ministerium", so Bär weiter. Nur: Das genaue Datum dürfe nur der Minister sagen, "dafür bin ich halt nur Staatssekretärin".

Natürlich beeilte sich Dorothee Bär vor gut 300 Zuhörern vor sich und reichlich Politprominenz neben sich zu sagen, dass sie diese Arbeit sehr gern mache. Nur habe Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt bei Themen der vergangenen Monate nicht so viel zu lachen gehabt, "deshalb gönne ich ihm dieses Erfolgserlebnis, damit er Ihnen die gute Nachricht persönlich überbringt".

Das CSU-Treffen findet alljährlich an Christi Himmelfahrt am Dreifrankenstein statt. Dort grenzen die Regierungsbezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken aneinander.

Eines der Themen, die der Minister seit Monaten vemehent verteidigt, war die Autobahnmaut oder, auf Politikerdeutsch, Infrastrukturabgabe. Bär verteidigte diese Abgabe vemehent: "Wir brauchen dieses Geld", denn eine "gesunde Infrastruktur bringt Wohlstand, Wachstum und Beschäftigung".

Auch die gesamten Straßenbaumaßnahmen für Autobahnen und Bundesstraßen müssten bezahlt werden.  "Wenn wir alle Forderungen der Bayern umsetzen würden, hätten wir für den Rest Deutschlands kein Geld, und es würde nicht mal für ganz Bayern reichen".

Der Ausbau der A3, insbesondere der dringend notwendige Lärmschutz für das geplagte Geiselwind (Kreis Kitzingen), zog sich wie ein roter Faden durch die Ansprachen der Politiker. Für Bayerns Innenminister (und Mittelfrankens Bezirksvorsitzenden) Joachim Herrmann gehört dieser Ausbau zu den zehn wichtigsten Maßnahmen, die er dem Verkehrsminister nennen durfte.

Auch Innenstaatssekretär Gerhard Eck setzte sich für diesen Ausbau ein und sah in Dorothee Bär die Person, die sich dafür stark mache.

Der Innenminister beließ es in seinem kurzen Grußwort aber nicht nur beim Ausbau der A3. In Deutschland gebe es um die 2000 muslimische Gebetsräume und Moscheen. "Wir respektieren die religiöse Überzeugung Anderer. Das bedeutet aber nicht, dass wir unseren eigenen Glauben hinten anstellen müssen oder ihn nicht offen bekennen dürfen". In der Türkei, einem NATO-Partner, dürfe es nicht schwieriger sein, eine christliche Kirche zu bauen als eine Moschee in Deutschland.

Mit einem klaren Bekenntnis zum Naturpark Steigerwald schloss Herrmann sein Grußwort. Wenig Freude am Länderfinanzausgleich zeigte der stellvertretende Vorsitzende des Bezirks Oberfranken, Thomas Silberhorn. Gerade Länder wie Nordrhein-Westfalen, "die ständig rote Zahlen schreiben und denen wir aus der Patsche helfen müssen, müssen ihren Kurs ändern".

Das Betreuungsgeld sei eine Perspektive für diejenigen, die ihre Kinder daheim erziehen und nicht in eine Tagesstätte geben wollen. Die Flüchtlinge aus Afrika, "die zu Tausenden vor der Küste Italiens jämmerlich ersaufen", bräuchten ebenfalls eine Perspektive, und zwar vor Ort. "Denn sie flüchten vor der Perspektivlosigkeit".

Nicht nur, dass Menschen im Mittelmeer ertrinken, "viele kommen auch bei ihrer Reise durch die Sahara ums Leben, und da muss man den Schlepperbanden das Handwerk legen".

Nach all den Reden nahmen sich die Politiker noch Zeit, sich unters Volk zu mischen. Bei angenehmen Temperaturen - am Himmel zeigten sich mit der Zeit mehr und mehr Wolken - tauschten sich auch die Politiker untereinander aus und gönnten sich einen tiefen Schluck aus der Wasserflasche.

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