Prichsenstadt

Lauber Wähler-Liste ist unter Dach und Fach

Was lange währt, wird endlich gut. Nach einem holprigen Start nominiert die Lauber Wähler-Liste Alexandra Martin zur Bürgermeisterkandidatin und die Kandidaten für den Stadtrat.
In einer geheimen Wahl wurde über die Lauber Wähler-Liste abgestimmt (Symbolfoto). Foto: Roland Pleier

Es ist vollbracht: Im dritten Anlauf ist der Wahlvorschlag der Lauber Wähler-Liste (LWL) für die Kommunalwahl 2020 mit 16 Kandidaten für den Stadtrat Prichsenstadt inklusive einer Bürgermeisterkandidatin unter Dach und Fach gebracht worden. Nachdem die vom Stadtrat gewählten Wahlleiter Roland Eckert und sein Stellvertreter Helmut Happel einen Formfehler bei der Aufstellungsversammlung vom September moniert hatten, wollten die Verantwortlichen dieses Mal keinen Fehler begehen. Der Versammlungsleiter Jürgen Haubenreich ließ deshalb am Sonntagabend im Sportheim der SpVgg Laub gleich mehrere Male abstimmen, unter anderem darüber, ob er die Versammlung leiten solle oder sich jemand anderes dafür finden würde. Auch über die Frage seines Stellvertreters, für das er Werner Hillger vorgeschlagen hatte, ließ er abstimmen.

Bürgermeister Schlehr als Beobachter

Zwei Stunden lang befasste sich die Versammlung mit den beiden Hauptwahlgängen: der Bewerberliste für den Stadtrat und die Bürgermeisterkandidatin Alexandra Martin. Die Stadtratsliste übernahm Haubenreich fast vollständig von der Liste, die im September aufgestellt worden war. Abgestimmt wurde geheim und schriftlich im Blockverfahren, mitsamt einem Mehrheitsprinzip. Die 31 Wahlberechtigten hätten auch einzelne Bewerber streichen können, was laut Abstimmungsergebnis eine Enthaltung bedeutet hätte.

Nach gut einer Stunde stand das Ergebnis fest, der Liste wurde so, wie sie vorgeschlagen wurde, zugestimmt. Ob denn dieses Mal alles richtig verlaufe, wollte Haubenreich vom (nicht wahlberechtigten) Bürgermeister René Schlehr wissen. Der verwies auf die Wahlleiter der Stadt, Eckert und Happel, weil er als Bürgermeister sich aus solchen Dingen rauszuhalten habe, so die Antwort Schlehrs.

Nicht nur meckern

Zu Beginn des zweiten Teil des Abends, als sich zur Wahl der Vorschlagsliste zur Kandidatur um das Bürgermeisteramt die Zahl der Wahlberechtigten von 31 auf 28 reduziert hatte, stellte sich der parteilose Allgemeinmediziner Alexander Schöpfel (Prichsenstadt) als neuer Kandidat auf der Stadtratsliste vor. Er steht auf Platz zehn und will nach eigenem Bekunden nicht nur meckern, sondern sich aktiv in die Lokalpolitik einbringen und sich "der Verantwortung stellen". Er lobte ausdrücklich die "sehr gute Dorfgemeinschaft in Laub" und wünschte sich diese auch für die übrigen Ortsteile. Schöpfel ist Vorsitzender des Fördervereins Grundschule und bringt sich für die kleinen Fußballer ins Ferienprogramm der Stadt ein.

Weiterhin bleibt Alexandra Martin (Listenplatz 5) die Kandidatin für das Bürgermeisteramt. Sie wurde mit 25 von 28 Stimmen bei zwei Gegenstimmen bestätigt. Ihre Vorstellung konzentrierte Martin auf persönliche Daten und verzichtete darauf, ein Wahlprogramm vorzustellen. Weder gab es einen Gegenkandidaten noch musste die Versammlung eine Ersatzliste für die Stadtratswahl aufstellen, vielmehr sollen die Plätze von Platz eins nach unten gehäufelt werden, wenn sich ein Kandidat zurückzieht.

Die Vorschlagsliste zur Stadtratswahl: Werner Hillger (Platz 1), Jürgen Haubenreich (2), Julia Barth (3), Doris Grund (4), Alexandra Martin (5), Gerhard Hofmann (6), Angelika Weiß (7), Stefan Möhler (8), Thomas Haubenreich (9), Alexander Schöpfel (10), Roland König (11), Simone Keckstein (12), Michael Weickert (13), Dieter Keckstein (14), Andreas Strung (15) und Klaus Weickert (16).

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