HÜTTENHEIM

Leitungswasser aus der Region siegt beim Geschmackstest

Angeregt unterhielten sich die Besucher rund um Wasser, Land- und Hauswirtschaft am Stand des VlF-Kreisverbandes Kitzingen. Foto: Gerd Düll

Viele Besucher des Kreisheimattages am 3. Juni in Hüttenheim stellten überrascht fest, dass ihnen das Leitungswasser des regionalen Wasserversorgers besser schmeckte als gekauftes Mineralwasser. Dies war das Ergebnis einer Trinkwasser-Blindverkostung, bei der 110 Teilnehmer am Stand des Verbandes für landwirtschaftliche Fachbildung Kitzingen (VlF) drei verschiedene stille Wasser testeten.

Das günstige Mineralwasser (12,6 Cent pro Liter) der Eigenmarke eines großen Lebensmitteleinzelhändlers empfanden nur 19 Prozent der Tester als das Schmackhafteste, heißt es in einer Pressemitteilung des VlF. Gut 27 Prozent favorisierten das teure Mineralwasser (52,5 Cent pro Liter) eines Abfüllers aus Franken und für knapp 54 Prozent war das Leitungswasser des regionalen Wasserversorgers (0,3 Cent pro Liter) das beste.

Wie funktioniert Gewässerschonende Landbewirtschaftung?

Anton Lesch, Wasserberater am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Kitzingen (AELF), klärte die Besucher über die Maßnahmen auf, die die landwirtschaftlichen Betriebe zur Umsetzung einer Gewässerschonenden Landbewirtschaftung durchführen. Anhand eines Regensimulators führte er die Erosion bei verschiedenen Kulturen und Bewirtschaftungsweisen vor. Bei ausreichender Mulchbedeckung wurde kaum Bodenmaterial abgeschwemmt: Boden-, Nährstoff- und Pflanzenschutzmitteleinträge in Grund- und Oberflächengewässer können demnach mit gezielten Maßnahmen verhindert werden.

Der nachhaltige Schutz der Gewässer stellt laut VlF eine große Aufgabe und Herausforderung für die Landwirtschaftsverwaltung dar. Im Rahmen des „Aktionsprogramms Gewässerschutz“ wurde in den vergangenen Jahren die Kapazität der Wasserberatung an den ÄELF verdoppelt. Auch am AELF Kitzingen verstärkt Lesch seit Anfang 2018 die Beratung zur Gewässerschonenden Bewirtschaftung. Das Aktionsprogramm trägt zum Ziel der Wasserrahmenrichtlinie der Europäischen Union bei, spätestens bis zum Jahr 2027 einen guten Zustand der Gewässer zu erreichen.

Landwirte führen freiwillige Maßnahmen durch

Über die grundlegenden, gesetzlich vorgeschriebenen Maßnahmen hinaus, wie zum Beispiel die Umsetzung der Düngeverordnung, die Anwendung der guten fachlichen Praxis oder der Cross Compliance- und Greening-Vorschriften, führen viele Landwirte freiwillige Maßnahmen wie Zwischenfruchtanbau, Mulchsaat oder weitere Reduzierung der Düngung durch.

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