MAINBERNHEIM

Lichtreflexe für die schönen Seiten der Stadtmauer

Bernd Lippert von der Firma Delsana führte in der Mainbernheimer Ratssitzung die Wirkung von LED-Lichtstrahlern vor. Foto: S. Himsel

Bei Nacht sieht man sie nicht: Die Stadtmauer in Mainbernheim soll bei Dunkelheit besser in den Blick gerückt werden. Und das möglichst, ohne die Grabengärten wieder aufzureißen.

Auf Einladung der Stadt stellten deshalb Bernd Lippert und Michael Pohlkötter von der auf Straßen- und Außenbeleuchtung spezialisierten Firma Delsana in der Stadtratssitzung ein Lichtkonzept vor, das in Mainbernheim eingesetzt werden könnte.

Ein gutes Beleuchtungskonzept soll nicht stören

Wie Lippert ausführte, solle ein gutes Beleuchtungskonzept wirtschaftlich sein und optisch nicht stören, sondern die schönen Seiten der Stadtmauer, und damit insbesondere die Türme, hervorheben. Umgesetzt werden könne das mit direkt am Mauerwerk angebrachten LED-Strahlern, die sehr wenig Streulicht in die Umgebung werfen.

Das System wäre strombetrieben, Kabel liegen oben auf der Stadtmauer. Um Tiefe zu erzeugen, könnten zwei Strahler am Turm direkt unterhalb des Dachfirstes angebracht nach unten leuchten sowie weitere Strahler seitlich rechts und links, die in Richtung des Turms leuchten.

Licht wirkt nur, wenn es nicht überladen ist

Eine Bestrahlung der Dächer und angrenzender Nachbarhäuser werde so vermieden. Der Fachmann rät, nicht die gesamte Mauer auszuleuchten. „Licht wirkt am besten, wenn es nicht überladen ist.“ Man solle nicht zu viel flächige Beleuchtung einsetzen, sonst gehe die Spannung verloren, sagte Lichtplaner Michael Pohlkötter. Die Strahler selbst seien schwenkbar und würden direkt am Bauwerk ideal eingestellt.

Der Wunsch der Stadtverwaltung, in diesem Zug auch die energieintensiven Strahler an Kirchturm, Weidenturm und Unterem Tor auszutauschen, könnte mit diesem System gelingen: „Größere Strahler mit 80 Watt könnten die Stadttore gut in Szene setzen“, meinte Lippert. Zudem sei die Leistung programmierbar: „Sie können zum Beispiel ab 23 Uhr nur 50, 40 oder 30 Prozent der Lichtleistung einstellen.“

Lichtprofis aus Oberfranken

Zur Abrundung des Eindrucks zeigten die Lichtprofis aus Oberfranken Beispiele aus anderen Projekten und führten zwei unterschiedliche Strahler mit verschiedenen Lichtfarben im Ratssaal vor.

Weiteres Thema im Stadtrat war die Aufnahme der Mittelschule Marktbreit in den Mittelschulverbund Iphofen-Scheinfeld zum nächsten Schuljahr 2017/2018. Die Stadträte hatten keine Einwände. Auch mit der neuen Bezeichnung „Mittelschulverbund Main-Steigerwald“ bestand Einverständnis. Dem Beitritt müssen alle 18 beteiligten Gemeinden zustimmen.

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