Wiesentheid

Mehr als fünf Millionen Euro für Kläranlage Wiesentheid

In die Jahre gekommen ist die Wiesentheider Kläranlage. Nach 28 Jahren ohne größere Probleme muss die Kommune dort investieren. Foto: Andreas Stöckinger

Die Gemeinde Wiesentheid muss in den nächsten Jahren in ihre Kläranlage investieren. Bürgermeister Werner Knaier und die Gemeinderäte ließen sich in der Sitzung vom beauftragten Ingenieurbüro genauer informieren, wie es um die seit 1991 in Betrieb befindliche Anlage steht. Insgesamt schätzten die Fachleute, dass rund 5,2 Millionen Euro fällig wären. Die Verbesserungen sollten bis 2025 schrittweise erfolgen.

Frank Wunderle vom Büro Röschert ging auf die Situation in Wiesentheid ein. Gleich aus mehreren Gründen müsse sich die Kommune mit dem Thema befassen. So werde nun der Ortsteil Untersambach mit ans Klärwerk angeschlossen, ein neues Wohngebiet werde in Wiesentheid ausgewiesen. Das bedeute, dass die Gemeinde dann nur noch vier Prozent an Kapazität beim Abwasser habe, so Wunderle.

Zur Situation in Untersambach sagte Bürgermeister Knaier, dass bis Ende Oktober der konkrete Ablauf- und Zeitplan mit dem Wasserwirtschaftsamt fest gelegt werde. 2020 müsse der Anschluss erfolgen.

Grenzwerte sind strenger

Bei der Überprüfung der Kläranlage stellten die Fachleute einige Schäden an der Anlage fest. Hinzu kommt, dass die Kommune ihren Klärschlamm künftig entwässern muss, wozu Maschinen anzuschaffen sind. Die Anlage war einst auf 10 000 Einwohnergleichwerte ausgelegt. Rund 6500 davon werden aktuell erreicht, an 85 Prozent der Tage wird der Wert unterschritten. 2025 laufe die Genehmigung für die Anlage ab. Die Grenzwerte seien strenger, also wäre die Modernisierung erforderlich.

Erneuert werden müsste einiges, so der Fachmann. So müsste etwa ein neues Belebungsbecken gebaut und die Technik der Maschinen in vielen Bereichen ausgewechselt werden. Auch im Bereich Steuerung und Elektrotechnik müsste die Kommune nachbessern.

Im Zusammenhang mit der Modernisierung der Anlage kommen wohl auch Kosten auf die Bürger zu. Ob deren Anteil über Ergänzungsbeiträge oder höhere Gebühren beim Abwasser eingehoben wird, werde der Rat erst entscheiden, wenn Zahlen und Fakten auf dem Tisch liegen, so der Bürgermeister. Die Gemeinde will zudem in Nachbarorten fragen, ob diese künftig in Wiesentheid anschließen möchten, anstatt ihre Anlage für viel Geld zu modernisieren.

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