ALBERTSHOFEN

Nach dem Sturm auf das Albertshöfer Rathaus: Kapitulation auf der ganzen Linie

Reuther kapituliert: Erst grinste Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther nur frech am Rathausfenster und genoss provozierend einen Schoppen, als die Narren der Faschingsgesellschaft Höpper-Elfer zum Rathaussturm blies. Am Ende lasen die Narren dem Dorfoberen die Leviten und feierten die Übernahme der Macht im Rathaus. Vorne von links: Sitzungspräsident Timo Gallena, Bürgermeister Horst Reuther, das Prinzenpaar Selina Tschischka und Philipp Wenkheimer sowie Gesellschaftspräsident Elmar Gimperlein. FOTO Hartmut Hess
Reuther kapituliert: Erst grinste Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther nur frech am Rathausfenster und genoss provozierend einen Schoppen, als die Narren der Faschingsgesellschaft Höpper-Elfer zum Rathaussturm blies. Am Ende lasen die Narren dem Dorfoberen die Leviten und feierten die Übernahme der Macht im Rathaus. Vorne von links: Sitzungspräsident Timo Gallena, Bürgermeister Horst Reuther, das Prinzenpaar Selina Tschischka und Philipp Wenkheimer sowie Gesellschaftspräsident Elmar Gimperlein. FOTO Hartmut Hess

In Albertshofen haben am Sonntag die Narren die Macht übernommen. Die Höpper-Elfer haben einen spektakulären Rathausstrum hingelegt und Bürgermeister Horst Reuther nur die Chance zur Kapitulation gelassen.

„Um Himmels Willen keinen Rauch, wir haben keine Masken hier, ihr bekommt gleich Wein und Bier.“ Das erwiderte Albertshofens Bürgermeister Horst Reuther, nachdem Timo Gallena, Sitzungspräsident der Höpper-Elfer gedroht hatte. „Packt die Nebelkerzen aus, wir räuchern die Bagage aus.“ Zuvor hatte sich das Ortsoberhaupt ein verbales Gefecht mit Gallena geliefert und den Narren vorgehalten: „Ihr sauft doch wie die jungen Kälber und wollt zahlen eure Räusche nicht selber.“

Angeführt vom Prinzenpaar Philipp Wenkheimer und Selina Tschischka zogen über 100 Narren zum Rathaus und machten dort Rabatz. Gallena drohte den Rathausoberen, sie in der Gartenlandhalle an den Pranger zu stellen, wenn sie den Rathausschlüssel nicht rausrücken: „Denn sie haben ungelogen, uns beim letzten Sturm betrogen.“ Denn im Februar 2015 hätten die Narren in der Zeitung lesen müssen, dass ordentlich Geld in der Gemeindeklasse sei. „Der Gemeinde tun Millionen winken und wir mussten billigen Fusel trinken“, beschwerte sich der Anführer des närrischen Volks.

Als Gallena mit Nebelkerzen drohte, fiel des Bürgermeisters Verteidigungsstrategie für das Rathaus zusammen wie ein Kartenhaus. Da mussten die Rottendorfer Landsknechte ihre Angriffswaffen gar nicht einsetzen. Gallena hielt dem „schwarzen Mann“ Horst Reuther vor, schon ähnliche Verhaltensweisen wie sein großer Parteichef Horst Seehofer an den Tag zu legen. Solches wollten sich die Narren nicht gefallen lassen und stürmten den Bau mit Helau.

„Wir rücken den Schlüssel raus, ihr dürft regieren jetzt das Haus“, sagte Horst Reuther bei der Kapitulation und schenkte den Narren guten Wein ein. Im Rathaus outeten sich Gesellschaftspräsident Elmar Gimperlein zusammen mit Faschingsprinz Philipp Wenkheimer als Schläfer, hatten sie doch als Gemeinderatsmitglieder die Seiten gewechselt. „Wir bringen den Frohsinn in dieses Haus zurück“, versprach Selina Tschischka und ihr Prinz lobte die auswärtigen Unterstützer mit dem Satz: „Mit euch macht es viel Spaß und auf euch ist Verlass“.

Elmar Gimperlein begrüßte einzeln die Vertreter von 18 Karnevalsgesellschaften aus Unter- und Mittelfranken. Er verkündete, dass die Narren jetzt mit lustiger Hand im Rathaus regieren würden. Wie die Narren feiern, zeigte sich bei der großen Feier zur Rathauserstürmung in der Gartenlandhalle.

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