Iphofen

Neue Satzung: Iphofen will Holzwiesen schützen

Gülle auf den Holzwiesen? Geht gar nicht sagt der Bauausschuss des Iphöfer Stadtrats und will eine neue Satzung, um die für die Natur wichtigen Flächen zu schützen.
Ein Wiesenstorchschnabel auf einer Wiese (Symbolbild).
Ein Wiesenstorchschnabel auf einer Wiese (Symbolbild). Foto: Jana Niksch

Die Stadt Iphofen will eine Vorkaufsrecht-Satzung für die Holzwiesen zwischen dem Wald Richtung Birklingen und ähnlichen Flächen in den Stadtteilen erlassen. "So können wir steuern, wie die Wiesen künftig bewirtschaftet werden und sie in Iphöfer Besitz halten", erklärte Bürgermeister Josef Mend in der Sitzung des Bauausschusses. Jetzt soll das Vorhaben in den Iphöfer Nachrichten veröffentlicht werden, bevor zu gegebener Zeit der Satzungsbeschluss erfolgt.

Die Verwaltung hatte zusammen mit einem Münchner Rechtsanwalt und dem Freisinger Büro H&S GbR eine Vorkaufsrechts-Satzung erarbeitet. Der Rechtsbeistand empfahl, zur weiteren Absicherung der Flächen noch einen Ausgleichsflächen-Bebauungsplan aufzustellen, auf dessen Grundlage die Stadt die Flächen als Ausgleichsflächen für künftige Planungen darstellen könnte. Bei den in den Plänen dargestellten Flächen handelt es sich um landwirtschaftliche Grundstücke, die von naturschutzfachlicher Bedeutung sind.

Gülle auf den Holzwiesen

Den Verantwortlichen im Rathaus missfällt es, dass manche Wiesen schon in Ackerland umgewandelt wurden. Zudem bemängelte Stadtförster Rainer Fell, "dass manche Pächter die Wiesen vier Mal im Jahr schwarz machen", womit er sein Missfallen über die mehrmalige Ausbringung von Gülle zum Ausdruck brachte. Durch eine Vorkaufsrechts-Satzung könne die Stadt über Grunderwerb ein Mosaik aus Flächen schaffen, um eine solche Bewirtschaftungsweise nicht mehr möglich zu machen. Mit dieser Strategie kann die Qualität der mageren Flachlandmähwiesen langfristig und substanziell verbessert werden. Durch die Reduzierung von Intensivnutzungen der Wiesen könnten diese ökologisch aufgewertet und das Landschaftsbild erhalten werden.

In der Diskussion meldete Rupert Maier erst Bedenken wegen angeblicher Nachteile in der Bewirtschaftungsform an, die Mend aber zerstreuen konnte. "Ich habe eine Allergie gegen Vorkaufsrechte", gab Otto Kolesch offen zu. Der Bürgermeister verdeutlichte, dass die Satzung das einzige Instrument sei, um die Steuerung der Besitz- und Bewirtschaftungs-Verhältnisse in die gewünschten Bahnen zu lenken.       

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