CASTELL

Neue Weinlinie mit vier starken Frauen

Casteller Gefährten: Die neue Weinlinie des Hauses Castell stellt besondere Frauen heraus. Fürstin Marie-Louise zu Castell-Castell, ihr Sohn Ferdinand (re.) und Weingutsleiter Peter Geil präsentieren die neuen Flaschen. Foto: Andreas Stöckinger

Das Weingut der Domäne in Castell hat eine neue Weinlinie heraus gebracht. Das ist an sich nichts Ungewöhnliches, doch diesmal sind unter dem Namen „Die Gefährten“ die Porträts von vier Frauen des Hauses Castell auf den farbigen Etiketten der jeweiligen Sorten.

„Wir geben den Weinen Namen und haben dazu vier Damen aus der Geschichte gewählt, die für wichtige Generationen stehen“, sagt Ferdinand Fürst zu Castell-Castell. Oder, wie es Weingutsleiter Peter Geil sagt, hinter jedem Gefährten verbirgt sich eine wahre Casteller Persönlichkeit.

Individueller Charakter

Die neue Weinlinie beinhaltet vier Weine mit individuellem Charakter, die auf dem gewohnt hohen Niveau der Casteller Weine liegen. Silvaner, Riesling, eine Cuvée aus Weiß- und Grauburgunders, sowie ein weiterer Cuvée aus den Rotweinsorten Merlot und Spätburgunder wurden ausgewählt, allesamt aus ausgesuchten Lagen.

„Vier unkomplizierte Weine mit individuellem Charakter“, heißt es in der Beschreibung. Auf den Flaschen stehen die Persönlichkeiten, die Bilder, im Vordergrund.

Zeit des Wiederaufbaus

Eine davon ist Fürstin Marie-Louise, die Mutter von Ferdinand zu Castell, die als letzte in der Reihe folgt. Sie steht für die lange Zeit des Wiederaufbaus, als das Weingut von zehn auf die heutigen 70 Hektar Größe wuchs. Manche Erinnerung erzählte die Fürstin bei der Vorstellung der Weinlinie, nicht nur vom Modell sitzen für das Portrait oder von den vielen Weinproben, die sie einst hielt. Als ihre Mutter erfahren habe, dass sie sich mit Fürst Castell verlobe, habe sie bedauernd gesagt: „Ach, das arme Kind! Das ganze Leben dieses saure Zeug.“ Die Fürstin-Mutter ließ sich später eines besseren belehren. Ein Cuvée aus Grau- und Weißburgunder wurde ihr zu Ehren kreiert.

Die anderen Gefährten sind Gräfin Sophia Juliana, die zur Zeit der ersten Silvaner-Pflanzung 1659 lebte. Das sei die Zeit gewesen, wo der Weinbau des Hauses Castell so richtig begann, erläutert Fürst Ferdinand. Ihre Schwiegertochter Gräfin Dorothea-Renata ist die zweite Gefährtin. In Ungarn geboren, heiratete sie nach Castell und zog 1691 als erste Gräfin von der Burg hoch über dem Dorf in das damals neue Schloss im Ort.

Die dritte im Bunde ist Gräfin Amalia, die in der Romantik, in einer Zeit des Umbruchs, als die Grafschaft bayerisch wurde, lebte. In dieser Epoche, im Jahr 1803, teilten sich die Linien in Castell und Rüdenhausen auf, erläuterte es Ferdinand zu Castell.

Tradition modern interpretieren

Man lebe hier noch sehr von der Geschichte, weiß auch Weingutsleiter Peter Geil. Diese wolle das traditionelle Haus beim Wein aufgreifen und modern interpretieren. Man habe bewusst die lange Flaschenform gewählt, um damit auch ein jüngeres Publikum außerhalb Frankens anzusprechen.

Neben den Porträts sind hinten auf der Flasche auch kleine Piktogramme, Symbole, die optisch auflockern. Außerdem wurde neue Soft-Touch-Verschlüsse mit Gewinde für die Flaschen gewählt, die ab sofort im Handel sind.

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