Kleinlangheim

Neuer Anlauf für das Baugebiet "Am Graben" in Kleinlangheim

Bei der Kirchweih 2019 war die Kleinlangheimer Dorfjugend mit Plakaten zum Baugebiet unterwegs. Foto: Winfried Worschech

"Wir fangen wieder von vorne an", sagte Bürgermeisterin Gerlinde Stier am Dienstagabend in der ersten Sitzung des Kleinlangheimer Marktgemeinderats im Jahr 2020, als es um das Baugebiet "Am Graben" ging. Für die Bauplätze am Westrand Kleinlangheims stand die Durchführung des Verfahrens zur Aufhebung des im November 2018 beschlossenen Bebauungsplans und der Aufstellungsbeschluss für den erneuten Bebauungsplan gemäß Paragraph 2, Abschnitt 1 des Baugesetzbuchs, an.

Zum bisherigen Werdegang erklärte die Bürgermeisterin, dass beim ersten Anlauf ein Bürger einen Antrag zur Außervollzugsetzung stellte und die Gemeinde daraufhin etliche Gutachten in Auftrag gab, zu denen auch eine wasserschutzrechtliche Genehmigung durch das Wasserwirtschaftsamt gehörte, die auch die Oberflächenproblematik im benachbarten Schleifweg zum Inhalt hatte. Nachdem besagter Antrag zurück genommen wurde, wurde von dem Bürger im Oktober 2019 ein Antrag auf ein Normenkontrollverfahren gestellt, der nach Ansicht des Rechtsbeistands der Gemeinde Aussicht auf Erfolg aufgrund eines neuen Gerichtsurteils hätte haben können.

Sanierung im Schleifweg noch in diesem Jahr

Die Bürgermeisterin betonte, dass man sich 2018 aus wirtschaftlichen Gründen für den Paragraph 13 des Baugesetzbuches entschieden habe, bei dem man die Träger öffentlicher Belange (TÖB) nur einmal hätte anhören müssen. Jetzt müsse man das zweizügige Verfahren durchführen, bei dem die TÖB zweimal angehört werden  "und wir werden das so schnell wie möglich angehen, da die alten Vorgaben verwendet werden können". Aus diesem  Grunde habe man sich auch im Rat dafür entschieden, die Sanierung von Kanal und Wasserleitung im Schleifweg noch in diesem Jahr anzugehen.

Das alles nicht zuletzt aus dem Grund, dass die Gemeinde keine Bauplätze mehr habe, es zahlreiche Bauwillige gebe, kein Einwohnerrückgang zu erwarten sei "und wir die Pflicht haben, neue Bauplätze zu schaffen". Den ersten Schritt zum neuen Anlauf für das Baugebiet vollzog der Gemeinderat am 17. Dezember 2019, als die Aufhebung des bisherigen Bebauungsplans beschlossen wurde. In der Sitzung am Dienstagabend wurde die Verwaltung beauftragt, den Aufhebungsbeschluss öffentlich bekannt zu machen. Die Verfahrensdurchführung zur Aufhebung des bisherigen Bebauungsplans wurde bei einer Gegenstimme beschlossen.

Neben der zweimaligen Anhörung der TÖB samt Beteiligung der Öffentlichkeit wird es nun beim Vergleich mit dem ersten Versuch auch eine Ausweisung von Ausgleichsflächen geben, teilte die Bürgermeisterin mit, die die Nummern der vom geplanten Baugebiet betroffenen Flurstücke verlas. Die Ratsrunde beschloss einstimmig, wieder das technische Ingenieurbüro (TIG) Glückert aus Nürnberg mit der Planung für das Baugebiet zu beauftragen, das ein "allgemeines Wohngebiet" (WA) werden soll und sich an der bisherigen Planung orientiert.

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