Wiesentheid

Neuer Mann an der Spitze der Wiesentheider CSU

Für langjährige Mitgliedschaft bei der CSU wurden in Wiesentheid geehrt (von links): Gerhard Fehlbaum, der neue Vorsitzende Olivier Rombach, Helma Schug, Hiltraud Peppert, Arnulf Haubenreich und Roswitha Lorey. Rechts der CSU-Kreisvorsitzende Otto Hünnerkopf. Foto: Andreas Stöckinger

Die Wahlen bei der CSU in Wiesentheid brachten wohl auch für manchen der Mitglieder eine Überraschung. Mit Olivier Rombach wurde ein Mann zum Vorsitzenden gewählt, der erst seit August vergangenen Jahres in Wiesentheid wohnt und bislang nicht in der Kommunalpolitik tätig war. Rombach folgt dem kürzlich gestorbenen Michael Limbacher, der den Ortsverband zuletzt geführt hatte.

Vorstandsmitglied Otto Hünnerkopf freute sich über die Bereitschaft Rombachs, für den Posten zu kandidieren und bezeichnete diesen nach der Wahl als "unseren neuen Hoffnungsträger." Der neue Vorsitzende stellte sich vor als 44-jähriger Familienvater von drei Kindern. Olivier Rombach stammt aus Landshut, ist vom Beruf Bauleiter, und zog im Vorjahr von Niederbayern nach Unterfranken. Seine Frau stamme aus den Haßbergen, Wiesentheid habe man nun als neue Heimat gewählt. Sich politisch zu engagieren, habe ihm bereits länger vorgeschwebt, so Rombach. Wenn man die Gesellschaft und die aktuellen Trends anschaue, dann sei es wichtig, sich einzubringen. "Ich will meinen kleinen Beitrag auf kommunaler Ebene bringen", sagte er. Beim Blick auf die Ziele der Parteien habe er für sich "die größte Schnittmenge" in der CSU gefunden. Er schaue positiv auf die Arbeit im Ortsverband, so Rombach.

Die Versammlung wählte neben ihm mit Matthias Lorey einen weiteren jungen und neuen Mann als Stellvertreter ins Gremium. Weitere Vertreter sind mit Maria Stadelmeyer-Limbacher und Otto Hünnerkopf zwei erfahrene und langjährig kommunalpolitisch tätige Kräfte. Im Vorstand bekleidet Roland Keller das Amt des Geschäftsführers, Stefan Meyer ist Schatzmeister. Zu Beisitzern wurden neben Bürgermeister Werner Knaier, Helma Schug, Georg Stürmer, Ruth Zink, Irene Hünnerkopf, Michael Lorey, Arnulf Haubenreich, Burkard Müller und Armin Dürr gewählt.

In der Versammlung gab Helma Schug einen Überblick über die vergangenen Monate. Der Ortsverband versuche, auch in den Ortsteilen mit Veranstaltungen präsent zu sein. Besonders hob sie die Neujahrsgespräche hervor, bei denen diesmal im Januar mit Christian Staat der unterfränkische CSU-Kandidat für das Europäische Parlament vor rund 50 Zuhörern sprach. Als Ausblick sagte sie, dass der Ortsverband künftig seine Mitglieder schneller über die aktuellen Ergebnisse von Gemeinderatssitzungen informieren wolle. Gedacht sei etwa an eine WhatsApp-Gruppe.

Bürgermeister Knaier gab einen Abriss über die aktuelle Situation Wiesentheids. Man habe zuletzt erfolgreich Politik in der Gemeinde gemacht und wolle das weiter verfolgen. Die Entwicklung der Gemeinde in den vergangenen elf Jahren könne sich mehr als sehen lassen, Wiesentheid sei immerhin auf Rang drei bei der Finanzkraft der Gemeinden im Landkreis.

Wiesentheid biete dank florierender Unternehmen viele Arbeitsplätze. Zudem hob Knaier hervor, dass die Gemeinde zuletzt von etlichen Fördertöpfen profitiert habe. Aus dem Gemeinderat streifte der Bürgermeister die Themen Entlastungsstraßen und Städtebauförderung. Bei beiden wolle man weiter kommen. Die wegen der Standortfrage lange umstrittene Kinderkrippe stehe mittlerweile im Seeflur, wo auch ein neues Baugebiet anvisiert werde. Die CSU-Fraktion mit ihren Partnern leiste im Gemeinderat gute Arbeit, so der Bürgermeister.

Über weitere politische Themen führte der frühere Landtagsabgeordnete Otto Hünnerkopf aus. Er hob vor allem die Bedeutung der Europawahl hervor, ein gemeinsames Europa sei erstrebenswert und notwendig mit einer starken CSU. Zudem sollen künftig Naturbelange als ein Hauptaugenmerk gesehen werden.

In der Versammlung wurden einige Mitglieder für ihre langjährige Treue zur CSU ausgezeichnet. So sind Hiltraud Peppert und Gerhard Fehlbaum bereits seit 45 Jahren dabei. Arnulf Haubenreich seit 25 Jahren. Helma Schug und Roswitha Lorey wurden für 15 Jahre geehrt.

Der CSU-Ortsverband in Wiesentheid hat mit Olivier Rombach (Zweiter von rechts) einen neuen Vorsitzenden. Weiter gehören zum Vorstand (von links) Maria Stadtelmeyer-Limbacher, Roland Keller, Matthias Lorey, Stefan Meyer und Otto Hünnerkopf. Foto: Andreas Stöckinger

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