Kleinlangheim

Noch keine Entscheidung zu Solarpark in der Au

Eine Anfrage zu einem Solarpark in der vorderen und hinteren Au in der Nähe der Autobahn lag dem Kleinlangheimer Marktgemeinderat in der Sitzung am Dienstagabend vor. Voraussetzung für die Verwirklichung des Vorhabens wäre der Beschluss zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans "Vordere und Hintere Au" für eine Solar-Freiflächenanlage auf den Grundstücken mit den Flurnummern 1084 und 1176. Eine Entscheidung wurde im Rat nicht getroffen, man einigte sich darauf, "erst einmal in Ruhe alles zu besprechen", wie es Bürgermeisterin Gerlinde Stier vorschlug.

Jochen Link von der Firma Energietechnik Link mit Sitz in Martinsheim, die für Planung und Ausführung des Projekts zuständig wäre, erklärte, dass die Gemeinde Kleinlangheim die Planungshoheit habe, Bernd Nickel die genannten Flächen verpachten würde und als Investor N-Ergie Sonne und Wind GmbH & Co KG, eine Tochtergesellschaft von N-Ergie Nürnberg, fungieren würde.

Böden in der Au relativ schlecht, daher gut für Solar geeignet

Mit welchem Ingenieurbüro eine Zusammenarbeit erfolgen könne, müsste noch geklärt werden, ebenso die Einspeisung. "Wir planen, entwickeln, bauen und betreuen, danach geht es per Wartungsvertrag weiter", stellte Link die Aufgaben seine Betriebs dar, der nach seinen Aussagen weltweit tätig ist und zum Beispiel schon Projekte in Japan verwirklichte. Die Flächen in der Au bezeichnete er als "gut geeignet, da sie als sogenannte benachteiligte Flächen relativ schlechte Böden haben".

Link betonte, dass Rücksicht auf die Artenvielfalt bei solchen Vorhaben eine große Rolle spiele: "Und die Tiere lernen schnell, dass sie auf diesen Flächen geschützt sind, außerdem müssen auch Ausgleichsflächen geschaffen werden". Florian Petzold von der Investorgesellschaft hob die "ökologische Erweiterung" der Flächen hervor, die grünen Strom produzieren, die Zusammenarbeit mit regionalen Dienstleistern, wie zum Beispiel Banken und den Vorteil für die Gemeinde durch die Gewerbesteuer.

Stier: Energiewende ist auch eine Aufgabe der Kommunen

Die Bürgermeisterin sah auch die Unterstützung der Energiewende –"eine Aufgabe der Kommunen" - als Vorteil und gab bekannt, dass nach Auskunft von N-Ergie Nürnberg der Umsatz der Photovoltaikanlagen in der Kleinlangheimer Gemarkung inklusive der Dachflächen bei rund 4,5 Millionen Euro liege und die Gemeinde etwa 50 000 Euro erhalte.

Einige Ratsmitglieder brachten vor, dass es für diesen Bereich schon Anfragen zu Photovoltaikanlagen gegeben habe, die man abgelehnt habe. Das nicht zuletzt deshalb, weil eine diesbezügliche Änderung des Flächennutzungsplans zu teuer gekommen wäre. "Wir haben jetzt eine andere Gesetzeslage und sollten die bisherigen Interessenten mit ins Boot holen", schlug die Bürgermeisterin vor. Außerdem ging es um eine gewisse Zone entlang der Autobahn für solche Anlagen und eine  Ausgleichsfläche neben der Neumühle, mit deren Bewohnern ebenfalls geredet werden sollte.

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